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Wie die Stadt Radebeul das alte E-Werk nutzen will

Für den Gebäudekomplex im Lößnitzgrund hat die Verwaltung nun das Nutzungskonzept vorgelegt.

Das alte E-Werk gehört seit Ende Februar 2019 der Stadt.
Das alte E-Werk gehört seit Ende Februar 2019 der Stadt. © René Plaul

Radebeul. Vor rund zweieinhalb Jahren hat die Stadt Radebeul das alte E-Werk im Lößnitzgrund für rund 700.000 Euro samt dem rund 25.000 Quadratmeter großen Grundstück der Enso, heute Sachsenenergie, abgekauft. Bis spätestens Ende des ersten Vierteljahres 2022 zieht das Lager mit den Utensilien für Feste und Märkte in die große Halle ein. Das kündigte Ordnungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses an. Derzeit lässt die Lößnitzstadt das Dach der Lagerhalle auf Vordermann bringen. Zuvor hat sie den Schornstein abreißen lassen. Der wird nicht mehr gebraucht. Zudem bröckelten die Backsteine.

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In einer Informationsvorlage legte die Verwaltung den Stadträten das künftige Nutzungskonzept für das ehemalige E-Werk vor. Derzeit befindet sich das Lager für Karl-May-Fest, Herbst- und Weinfest sowie Budenzauber und Lichterglanz in einer großen Halle neben dem Jugendtreff Weißes Haus an der Kötzschenbrodaer Straße. Dorthin kehren die städtischen Marktbuden bereits nach dem Weihnachtsmarkt nicht mehr zurück. Sie werden im Anschluss an den Adventsmarkt noch im Dezember dieses Jahres in den Lößnitzgrund geschafft und im Außengelände zwischen Lagerhalle und Löschteich abgestellt. Danach folgt der Umzug der weiteren Lagerbestände aus der früheren Agrarhalle an der Kötzschenbrodaer Straße.

In der Lagerhalle des alten E-Werks hat bereits der Traditionsbahnverein sein Domizil gefunden. Die Stadt teilt sich das Gebäude mit den Traditionsbahnern und bringt dort neben dem Festelager eine Werkstatt unter, die für Reparaturen an den Marktbuden genutzt wird.

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Zunächst sind für ein einfaches Herrichten 1,75 Millionen Euro vonnöten. Für eine Vollsanierung muss die Stadt Radebeul noch einige Millionen Euro drauf legen.

Nördlich der Lagerhalle steht ein weiteres Gebäude, Haus D, genannt. Dort ist ein Lager für die Firma Velux sowie ein größeres Lager der städtischen Schulverwaltung vorgesehen. Letztere nutzt derzeit noch Räume in der ehemaligen Mittelschule Oberlößnitz. Durch den Umzug ins E-Werk werden diese im Laufe des nächsten Jahres frei und das alte Schulgebäude kann perspektivisch abgerissen werden. Das Lager für den Katastrophenschutz und für Verkehrszeichen bringt die Stadt in den Garagen auf dem früheren E-Werksgelände unter. Die ehemalige Kontor-Villa wird derzeit nicht genutzt und steht noch als Entwicklungsfläche zur Verfügung. Bevor jedoch neue Nutzer einziehen können, sind einige Sanierungsarbeiten erforderlich.

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