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Feuer in Riesaer Gartensparte: Neue Einzelheiten bekannt

Anders als bisher bekannt, ermittelt die Polizei nicht nur gegen eine Brandstifterin, sondern gegen zwei Frauen.

Die Flammen schlagen hoch in der Kleingartensparte Am Reiter.
Die Flammen schlagen hoch in der Kleingartensparte Am Reiter. © Polizeirevier Riesa

Riesa. Einen Tag nach dem Brand in Riesas größter Kleingartenanlage Am Reiter hat die Polizei weitere Details bekannt gegeben. Danach wird nicht nur gegen eine Frau wegen vorsätzlicher Brandstiftung ermittelt, sondern gegen zwei. Es handele sich dabei um eine 33-Jährige und eine 24-Jährige.

Neu ist auch, dass die beiden Frauen, die noch vor Ort von der Polizei festgenommen werden konnten, unter Alkoholeinfluss standen. Bei ihnen wurden jeweils 1,4 Promille festgestellt. Außerdem reagierten Drogentests bei beiden positiv auf Amphetamine.

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Wer von den beiden Frauen das Feuer entfacht hat, ist noch Teil der Ermittlungen. Das trifft auch auf die Motivation der Brandstiftung zu, so ein Polizeisprecher. SZ-Informationen zufolge könnten Beziehungsprobleme ein Grund für die Brandstiftung gewesen sein.

Fakt ist, dass am Sonntagmorgen kurz nach 6 Uhr in der Kleingartenanlage Am Reiter ein ehemaliges Gewächshaus brannte. Es war als Holzunterstand benutzt worden und voll mit Holz gestapelt.

Nach Informationen der Feuerwehr Riesa konnte durch das schnelle Eingreifen der Kameraden verhindert werden, dass die Flammen auf die benachbarte Gartenlaube übergreifen konnten. 14 Kameraden der Riesaer Feuerwehr waren im Einsatz. Sie hatten rund drei Stunden lang zu tun. Es entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro.

Ob wegen schwerer Brandstiftung ermittelt wird, entscheidet die Staatsanwaltschaft. Diese liegt vor, wenn Feuer in einem bewohnbaren Raum gelegt worden ist. Nach SZ-Informationen hatten die Brandstifter nicht überprüft, ob sich in dem Gebäude Personen aufhalten. In diesem Fall würde eine Haftstrafe drohen.

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