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Riesa

Garagen sollen Regenbecken weichen

Die Stadt will ein Pufferbauwerk erweitern – das erst kürzlich überlastet gewesen war.

Die 39 Garagen der einstigen Garagengemeinschaft "Saugrund" sind vielfach bereits leer. Sie sollen dem neuen Regenrückhaltebecken weichen.
Die 39 Garagen der einstigen Garagengemeinschaft "Saugrund" sind vielfach bereits leer. Sie sollen dem neuen Regenrückhaltebecken weichen. © Eric Weser

Riesa. In Riesa wird perspektivisch ein Garagenstandort gänzlich verschwinden: Demnach sollen die 39 Stellplätze an der Weidaer Straße einem Regenrückhaltebecken weichen. Das hat die Stadtverwaltung auf Nachfrage zu dem Projekt mitgeteilt.

Hinter den Garagen gibt es bereits ein vorhandenes Erdbecken mit 400 Kubikmeter Kapazität. Das neue Becken soll die zehnfache Größe haben, also 4.000 Kubikmeter.

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Nötig sei das, weil Starkregenereignisse zugenommen hätten, erklärt die Stadtverwaltung. Dadurch werde die Kanalisation hydraulisch sehr stark belastet. Deshalb müssten die Regenwassermengen gespeichert und kontinuierlich in kleineren Mengen ans Kanalnetz abgegeben werden. Diese Pufferfunktion erfüllen Regenrückhaltebecken.

Tatsächlich war das Becken Mitte Juli bei ergiebigem Regen infolge eines Gewitters kurzfristig überlastet gewesen. Das hatte zu einer kurzzeitigen Überflutung der Weidaer Straße geführt.

Insgesamt drei Erdbecken gibt es nach Rathausangaben in der Stadt: An der Weidaer Straße, an der Rostocker Straße zwischen B 169 und der Bahnstrecke, und im Wohngebiet An der Obstplantage. Weitere Neubauten solcher Becken sind nach Stadtangaben nicht in Planung.

Wann das auf Kosten von rund 760.000 Euro geschätzte neue Becken an der Weidaer Straße gebaut wird, ist noch offen. Den Bau hatte die Stadt eigentlich für 2021 angestrebt. Dazu werde es aber aus verschiedenen Gründen nicht kommen, heißt es im Halbjahresbericht zum Haushaltsvollzug. Geplant sei aber, mit Garagenabbrüchen als Vorleistungen für das Projekt noch in diesem Jahr zu beginnen, heißt es dort. Den Pachtvertrag mit der Garagengemeinschaft hatte die Kommune bereits Ende 2020 gekündigt.

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