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Stadt plant neuen Spielplatz für Weida

Auf einen Ideenwettbewerb für die Anlage an der Greifswalder Straße hatten gleich fünf Büros reagiert. Das Votum fiel am Ende klar aus.

So sieht der Spielplatz in Weida heute aus.
So sieht der Spielplatz in Weida heute aus. © Sebastian Schultz

Riesa. Es ist noch nicht lange her, dass die Riesaer Stadträte eine Neugestaltung der Spielanlagen auf dem Alexander-Puschkin-Platz auf den Weg gebracht haben. Nur einen Monat später hat der Bauausschuss schon eine weitere Spielplatz-Entscheidung getroffen. In den nächsten Jahren soll die städtische Anlage an der Greifswalder Straße in Riesa-Weida modernisiert werden.

Die Anlage, die bis zu deren Schließung auch von der benachbarten DRK-Kita mitbenutzt wurde, sei in den vergangenen Jahren immer wieder ergänzt worden, heißt es aus der Stadtverwaltung. Verstecken muss sie sich in Sachen Ausstattung eigentlich schon jetzt nicht: Neben den Kletterspielzeugen gibt es eine Tischtennisplatte, Nestschaukel, Wippen und eine Maltafel auf dem Gelände, dazu verschiedene Sitzgelegenheiten.

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Trotzdem strebt man in der Stadt jetzt noch einmal eine Umgestaltung an - und möchte damit vor allem die etwas älteren Kinder ansprechen. Für die jüngere Altersgruppe gebe es in der Umgebung bereits eine Reihe von Spielmöglichkeiten - dank der WGR-eigenen Spielplätze. Bei einem im Frühjahr ausgerufenen Ideenwettbewerb hatte die Stadt deshalb schon erklärt, die Spielzeuge sollten sich vor allem an Kinder von sieben bis 13 Jahren richten.

Entwurf für den Spielplatz an der Greifswalder Straße, unten die Magdeburger Straße. Geplant sind ein Natur-, Fitness- und Spielbereich (v.o.n.u.).
Entwurf für den Spielplatz an der Greifswalder Straße, unten die Magdeburger Straße. Geplant sind ein Natur-, Fitness- und Spielbereich (v.o.n.u.). © May Landschaftsarchitekten

Blumenwiese, Barfußpfad und Findlinge zum Klettern

Fünf Entwürfe gingen insgesamt im Rathaus ein, im Bauausschuss standen sie schließlich zur Auswahl. Das Votum fiel letztlich recht deutlich aus: Eine Mehrheit der Ausschussmitglieder stimmte für die Idee des Landschaftsbüros May aus Dresden, das schon den Entwurf für den neuen Spielplatz am Puschkinplatz geliefert hatte. Der erste Vorschlag sieht drei Bereiche vor: im Norden einen Naturbereich, bestehend aus einer Wildblumenwiese und einem Barfußpfad samt Weidentunnel. Im Südosten befindet sich dagegen der Spielbereich mit Spielkombinationen und Findlingen zum Klettern. Ein Teil der Spielgeräte soll erhalten bleiben, etwa die Tischtennisplatte und die Nestschaukel. Dazu kommen neue Geräte, etwa ein Drehspiel.

Als Besonderheit für den mittleren Bereich der Anlage schlagen die Landschaftsarchitekten wiederum einen Fitnessbereich vor. Der könne auch generationenübergreifend genutzt werden, heißt es. Vorstellbar seien eine Sprossenwand, Barren und ein Sitzfahrrad.

Den Entwurf, der am Ende auch das Rennen machte, lobt die Stadtverwaltung für die "harmonische Ausgeglichenheit zwischen den aktiven Spielbereichen und passiven/ruhigen Orten für alle Altersgruppen". Außerdem hebt sie hervor, dass die Bepflanzung dem Entwurf zufolge noch erweitert werden soll und sowohl Naturlehrpfad als auch Wildblumenwiese den "Naturtrend" aufgreifen.

Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) betonte vor allem, ihm gefalle der Fitnessbereich. "Das ist womöglich für Weida gut, dort fehlen ein wenig die Sportmöglichkeiten." Andere Stadträte hatten dagegen eher bauliche Nachfragen. Friedhelm Preuß (CDU) wollte wissen, welches Material denn die Wege haben werden. Tatsächlich könnten die Stadträte über solche Detailfragen noch im Laufe der Planung entscheiden, so Bauamtsleiterin Ina Nicolai. Ob letztlich robuster Beton oder eine wassergebundene Decke die einzelnen Bereiche der Anlage verbinden - oder aber verschiedene Bodenbeläge, wie im Entwurf vorgeschlagen, bleibt also zunächst offen. Mit der Vergabe ist bisher nur der erste Schritt getan, um die Anlage umzugestalten.

Samt Planungskosten stehen rund 195.000 Euro für die neue Anlage zur Verfügung. Gefördert wird das Vorhaben unter anderem über das Programm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung - Lebenswerte Quartiere gestalten", das Bund und Freistaat gemeinsam aufgelegt haben.

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