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MDR-Chef bietet Verzicht auf mehrere Auslandskorrespondenten an

Der MDR ist bislang mit mehreren Auslandskorrespondenten unter anderem in Frankreich und den USA vertreten. Der Intendant Ralf Ludwig will diese Posten streichen - im Tausch mit einer anderen Stelle.

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MDR-Intendant Ralf Ludwig spricht  sich für Änderungen bei der Aufteilung der ARD-Häuser zur Auslandsberichterstattung aus.
MDR-Intendant Ralf Ludwig spricht sich für Änderungen bei der Aufteilung der ARD-Häuser zur Auslandsberichterstattung aus. © dpa

Leipzig. Der Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Ralf Ludwig, hat sich für Änderungen bei der Aufteilung der ARD-Häuser zur Auslandsberichterstattung ausgesprochen. Der Senderchef sagte im Gespräch mit Journalisten: "Es wäre schön, wenn der Mitteldeutsche Rundfunk perspektivisch auch einen eigenen Korrespondenten im ARD-Studio Warschau haben könnte. Im Gegenzug sollten wir uns als MDR aus den westlichen Ländern verabschieden." Ludwig ergänzte: "Der MDR muss aus meiner Sicht nicht in Washington und Paris sitzen – da haben wir genügend andere ARD-Korrespondenten."

Ihm wäre sehr daran gelegen, neben Tschechien auch im Nachbarland Polen präsent zu sein, führte der Chef des MDR, der seit rund einem halben Jahr an der Spitze des ARD-Senders steht, aus. Das MDR-Sendegebiet in Deutschland erstreckt sich über Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ludwig sagte, auch Neu-Delhi und Shanghai seien Standorte, auf die speziell der MDR verzichten könne.

Die ARD-Häuser haben Dutzende Studiostandorte im Ausland, die für viele öffentlich-rechtliche Programme Hörfunk und TV/Mediathek produzieren. Zum Teil sind an den Standorten Korrespondenten mehrerer ARD-Häuser tätig. (dpa)