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Sachsens Umweltminister: Leipziger Reparaturbonus ist Erfolg

Wolfram Günther ist begeistert, weil 682 Produkte repariert wurden. Das Projekt erfüllte seinen Sinn: Müll reduzieren. Kommt der Bonus jetzt landesweit?

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Für die Reparatur defekter Geräte haben die Leipziger in der Regel die Hälfte des Reparaturpreises als Bonus bekommen.
Für die Reparatur defekter Geräte haben die Leipziger in der Regel die Hälfte des Reparaturpreises als Bonus bekommen. © Florian Schuh/dpa (Archiv)

Leipzig. Sachsens Umweltminister Wolfram Günther sieht den Leipziger Testlauf für einen staatlichen Bonus für die Reparatur defekter Geräte als Erfolg an. Die Auswertung des Pilotprojektes habe ergeben, dass 682 Produkte repariert wurden, teilte der Grünen-Politiker am Mittwoch mit. Der Großteil seien Elektro- und Elektronikgeräte gewesen, aber auch Fahrräder oder Lederwaren seien zur Reparatur gebracht worden. Mit dem Projekt soll dazu beigetragen werden, dass weniger Müll anfällt.

Das Pilotprojekt habe wichtige Erkenntnisse für den geplanten landesweiten Reparaturbonus gebracht, erklärte Günther. Es habe im Kleinen genau das bewirkt, was der Bonus leisten soll: Abfall reduzieren und Rohstoffe sparen. Der Landtag muss im Zuge der Entscheidung über den Doppelhaushalt auch über den Reparaturbonus entscheiden.

Für das Leipziger Projekt hatte der Freistaat im Sommer rund 42.500 Euro zur Verfügung gestellt. Das Landesumweltamt werde in Kürze einen Abschlussbericht vorlegen.

Leipziger Bürgerinnen und Bürger hatten bei acht teilnehmenden Reparaturbetrieben vor allem im Leipziger Osten einen Bonus erhalten. Er beläuft sich auf die Hälfte der Reparaturkosten – allerdings höchstens 100 Euro bei Haushaltsgeräten und Mobiltelefonen sowie 50 Euro bei Fahrrädern, Kleidung und Lederwaren. Beteiligt am Projekt waren jeweils zwei Betriebe für Elektronik, Fahrräder, Handys und Lederwaren. Den Bonus erhalten die Bürger direkt von den beteiligten Betrieben, die sich die Gelder dann erstatten lassen. (dpa)