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Sächsische Schweiz: Schwedenlöcher gesperrt

Der Wanderweg durch die Schwedenlöcher wird saniert. Auch beim Aufstieg zu den Schrammsteinen gibt es in den kommenden Wochen eine Umleitung.

Schwedenlöcher in der Sächsischen Schweiz: Die Eisenträger unter den Betonplatte sind verrostet.
Schwedenlöcher in der Sächsischen Schweiz: Die Eisenträger unter den Betonplatte sind verrostet. © Nationalpark/Jörg Weber

Ab dem 27. September werden die Schwedenlöcher in der Sächsischen Schweiz wegen Bauarbeiten gesperrt. Das teilt die Nationalparkverwaltung mit. Der Wanderweg mit seinen zahlreichen Stufen durch die enge Felsschlucht zwischen dem Amselgrund bei Rathen und der Bastei gehört zu den am meisten begangenen Routen in dem Gebiet.

Konkret wird eine Steganlage südöstlich des Schwedenturms repariert. Bei einer der regelmäßig stattfindenden Überprüfungen habe sich herausgestellt, dass die Eisenträger, die hier unter den Betonplatten verlaufen, bereits stark vom Rost angegriffen sind, erklärt der Nationalpark. Die Träger wurden 1967/68 von vielen ehrenamtlichen Helfern eingebaut. Sie bestehen aus alten Eisenbahnschienen. Um die Sicherheit der Wanderer auch in Zukunft zu gewährleisten, sollen sie nun durch Aluminiumträger ersetzt werden.

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Die aufwendigen Arbeiten werden etwa vier bis sechs Wochen dauern, schätzt die Nationalparkverwaltung. Sie müssen noch bei frostfreier Witterung ausgeführt werden. Der Weg durch die Schwedenlöcher bleibt währenddessen für Wanderer komplett gesperrt. Die Umleitung für Wanderer führt über den Amselfall und den Rathewalder Fußweg auf die Bastei oder den Basteiweg (Abzweig am Kassenhaus der Felsenbühne).

In den kommenden Jahren sind noch drei weiteren Bauabschnitte geplant, in denen viele der Brückenanlagen in den Schwedenlöchern saniert werden sollen. Die Aufteilung diene dazu, die Sperrzeiten für die Besucher jeweils möglichst kurzzuhalten, heißt es.

Umleitung an den Schrammsteinen

Weitere Reparaturen finden parallel dazu an den Schrammsteinen statt. Dort muss der Rostschutz einiger metallener Steiganlagen und Geländer erneuert werden, erklärt der Nationalpark. Die Wartungsarbeiten dienen dazu, dass Besucher auch weiterhin den 360-Grad-Rundumblick von der Schrammsteinaussicht genießen können.

Schleifen und streichen: Levente Márton (vorn) und André Wagner vom Alpin-Service-Löwinger sanieren die Steiganlage durch den Mittelwinkel, einen der Aufstiege zur Schrammsteinaussicht.
Schleifen und streichen: Levente Márton (vorn) und André Wagner vom Alpin-Service-Löwinger sanieren die Steiganlage durch den Mittelwinkel, einen der Aufstiege zur Schrammsteinaussicht. © Mike Jäger

Deshalb ist zeitweise die Sperrung einzelner Stiegen erforderlich. Die Umleitungen sind vor Ort ausgeschildert. Die zu beiden sanierungsbedürftigen Stiegen und die Schrammsteinaussicht werden jeweils einzeln bearbeitet, sodass ausreichend Ausweichmöglichkeiten bestehen, erklärt die Nationalparkverwaltung. Insgesamt sollen die Arbeiten sechs bis acht Wochen dauern, je nachdem, wie es die Witterung zulässt.

Aktuell haben die Arbeiten an der Stiege durch den Mittelwinkel bereits begonnen. Die Umleitung zur Schrammsteinaussicht ist ausgeschildert über Jäger- oder Wildschützensteig. Im Anschluss wird auch der Anstrich am Wildschützensteig und am Geländer an der Schrammsteinaussicht von Grund auf erneuert.

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