Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Pirna
Merken

Zweite mobile Löschwasserzisterne im Nationalpark befüllt

Ein Wasserreservoir steht jetzt auch am Kleinen Winterberg bei Schmilka in der Sächsischen Schweiz. Direkt nebenan wütete 2022 der Waldbrand.

Von Dirk Schulze
 2 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Löschwasserspeicher im Nationalpark bei Schmilka: Die flexible Zisterne fasst 20.000 Liter.
Löschwasserspeicher im Nationalpark bei Schmilka: Die flexible Zisterne fasst 20.000 Liter. © Nationalpark/Jörg Weber

Der nächste Löschwasserbehälter im Nationalpark Sächsische Schweiz ist einsatzbereit. Am 16. August wurde die mobile Zisterne im Wald oberhalb von Schmilka mit 20.000 Litern Wasser aus der Elbe befüllt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Bad Schandau, Königstein, Rathmannsdorf und Papstdorf waren dafür mit vier Fahrzeugen unterwegs, wie die Nationalparkverwaltung mitteilt.

Es handelt sich dabei um die zweite von insgesamt drei mobilen Zisternen, die der Sachsenforst für den Nationalpark angeschafft hat. Der transportable Kunststoffbehälter wurde am Kleinen Winterberg aufgebaut, direkt neben dem Erlebnispfad "Weg zur Wildnis" oberhalb von Schmilka. Die auch für Rettungshubschrauber freigehaltene Waldwiese ist gut erreichbar und zentral gelegen. In unmittelbarer Nähe wütete im Sommer 2022 der große Waldbrand.

Vor etwa einer Woche hatte die Nationalparkverwaltung zusammen mit der Sebnitzer Feuerwehr die erste mobile Zisterne am Hinteren Thorwaldweg im Gebiet zwischen den Thorwalder Wänden und Hinterhermsdorf in Betrieb genommen. Zisterne Nummer drei soll demnächst in Waitzdorf bei Hohnstein folgen.

Neue Standorte für die Saison 2024

Die flexiblen Löschwasserspeicher gelten als Ergänzung zu den festen Zisternen im Nationalparkgebiet. Die erst feste Zisterne (Fassungsvermögen 50.000 Liter) hatte Hohnstein im Mai dieses Jahres an der Ziegenrückenstraße fertiggestellt, sechs weitere sollen bis Jahresende folgen, unter anderem an den Schrammsteinen und am Großen Zschand.

Die mobilen Zisternen sollen bei Waldbränden vor allem den Erstangriff beschleunigen. Die Ranger der Nationalparkwacht können hier ihre Löschrucksäcke befüllen, die Feuerwehren haben ein Wasserreservoir im Gelände. Eine schnelle Reaktion sei entscheidend, um die Ausbreitung eines Feuers zu minimieren. Die drei mobilen Zisternen werden im Herbst vorerst abgebaut und dann im März 2024 wieder aufgestellt. Über die Standorte für die Saison 2024 wollen Feuerwehren und Nationalpark gemeinsam entscheiden.