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Spannende Regionalwahlen am Sonntag

Wer bekommt die meisten Stimmen bei der Landratswahl im Kreis Meißen? Wer wird OB in Chemnitz und Zwickau? Oder in Nossen und Arnsdorf? Ein Überblick.

In Chemnitz und Zwickau wird zum zweiten Mal gewählt.
In Chemnitz und Zwickau wird zum zweiten Mal gewählt. © dpa/Hendrik Schmidt

Dresden. In Sachsen stehen am Wochenende einige regionalpolitisch spannende Wahlentscheide bevor. Nicht nur werden in der Nacht zum Montag die neuen Oberbürgermeister der Großstädte Chemnitz und Zwickau feststehen, auch die Bürger im Landkreis Meißen sind an die Urne gerufen. Dort wird ein neuer Landrat gewählt.

Bei der Landratswahl im Kreis Meißen treten drei Kandidaten an. Ralf Hänsel (50) war erst vor kurzem als Zeithainer Bürgermeister wiedergewählt worden, strebt nun aber nach Höherem. Bei der Kandidatensuche der CDU setzte sich der Parteilose gegen den Ex-Landtagsabgeordneten Sebastian Fischer durch. Für die AfD tritt der Landtagsabgeordnete Thomas Kirste an. Der 43 Jahre alte Betriebswirt arbeitete zuvor unter anderem  bei der Sächsischen Aufbaubank, der Wirtschaftsförderung Brandenburg und an der Hochschule Mittweida. Elke Siebert (48) ist Mitglied der Grünen und wird von SPD und Linken unterstützt. Sie lebt in Radebeul und ist Erwachsenenpädagogin. Der bisherige Amtsinhaber Arndt Steinbach von der CDU wechselt zum Kommunalen Schadensausgleich und wird dort ab 1. Dezember Geschäftsführer.

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Hochspannung in Chemnitz und Zwickau

In Sachsens drittgrößter Stadt Chemnitz lag SPD-Bewerber Sven Schulze in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Almut Patt (CDU) im ersten Wahlgang knapp vorn. Für den entscheidenden Wahlabend kann sich der amtierende Finanzbürgermeister laut einer repräsentativen Umfrage der Freien Presse gute Chancen ausrechnen. Demzufolge käme er auf 33 Prozent der Stimmen. Die Kandidatin der CDU erreichte demnach 23 Prozent, Susanne Schaper (Linke) 18 Prozent. Den parteilosen Bewerber Lars Faßmann würden 14 Prozent der Befragten wählen, den Bundestagabgeordneten Ulrich Oehme von der AfD zwölf Prozent.

In Zwickau kommt es nach dem Rückzug von drei der ursprünglich fünf Kandidaten zu einer Stichwahl zwischen Kathrin Köhler von der CDU und Constance Arndt, die für die Wählervereinigung "Bürger für Zwickau" antritt. Die amtierende Baubürgermeisterin holte im ersten Wahlgang 31,5 Prozent der Stimmen, Arndt kam auf knapp 22 Prozent. Weil aber sowohl die Kandidatin der Linken als auch der parteilose Kandidat bei ihrem Rückzug eine Wahlempfehlung für Arndt abgegeben haben, dürfte es einen knappen Ausgang geben.

Atmosphärische Störungen in Nossen

In Nossen hingegen ist noch nicht klar, ob am Sonntag bereits eine Entscheidung fällt. Dort konkurrieren in der ersten Runde die Lebensmitteltechnologin Angela Haas für die Unabhängige Bürgerliste, der Verwaltungswirt Christian Bartusch für die SPD und der Berufssoldat Gerald Rabe auf Liste der CDU. Zuletzt gab es einen heftigen Streit um den eigentlich zur Neutralität verpflichteten Noch-Amtsinhaber Uwe Anke, dem vorgeworfen wird, den Kandidaten Rabe ganz offen zu unterstützen

Die Wahlen in den Kreisen Bautzen und Görlitz

Einige Bürgermeisterentscheidungen stehen auch im Landkreis Bautzen an. In Arnsdorf hatte der erste Durchgang keine Entscheidung gebracht. Dort ringen drei Männer um den Chefsessel. Detlef Oelsner (AfD) kam vor zwei Wochen auf 27,1 Prozent. Deutlich vor ihm liegen Ilko Keßler vom Bürgerforum (37 Prozent) und Frank Eisold (CDU, 35,9 %). Eine Entscheidung fällt am Sonntag auch in Steinigtwolmsdorf. Dort sollen zwei rechtsextreme Rapper in ein früheres Kinderheim gezogen sein. Zur ersten Runde treten in Demitz-Thumitz drei Kandidaten an: ein Jurist, ein Kaufmann und ein Betriebswirt

Im Landkreis Görlitz kommt es in der Gemeinde Neißeaue zum finalen Duell zwischen dem früheren Bürgermeister und Einzelbewerber Ewald Ernst sowie Per Wiesner von der Freien Liste Neißeaue. Amtsinhaberin Evelin Bergmann von der Bürgerinitiative „Kein Giftmüll in Neißeaue“ unterlag überraschend im ersten Wahlgang und verzichtete nun. 

Sieben weitere Wahlgänge im restlichen Sachsen

Eine Entscheidung fällt am Sonntag in Schwarzenberg im Erzgebirgskreis. Favorit ist dort nach Durchgang eins der CDU-Kandidat. Ebenfalls Klarheit über den neuen Bürgermeister wird es in Hartenstein im Landkreis Zwickau geben. Dort sieht es für die CDU allerdings weniger gut aus. Im Landkreis Mittelsachsen gibt es in Penig fünf Kandidaten, dort führte nach dem ersten Durchgang ebenfalls ein Christdemokrat. Erstmals gehen die Wähler für einen neuen Bürgermeister an die Urne in Großhartmannsdorf. Weitere Abstimmungen stehen an im Kreis Leipziger Land in Markranstädt und Bennewitz. Der einzige Ort, in dem sich außer in Arnsdorf noch ein AfD-Kandidat um das Bürgermeisteramt bewirbt, ist die Stadt Thum im Erzgebirgskreis. (mit dpa)

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