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Bautzen

Ferienarbeit für den eigenen Film

Teilnehmer eines Bautzener Sommercamps malen, tanzen und musizieren unter professioneller Anleitung - mit einem gemeinsamen Ziel.

Teilnehmer eines Sommercamps arbeiten im Bautzener Steinhaus an Bildern für einen Trickfilm. Angeleitet werden sie von der Künstlerin Xenia Gorodnia (Mitte) aus Weimar.
Teilnehmer eines Sommercamps arbeiten im Bautzener Steinhaus an Bildern für einen Trickfilm. Angeleitet werden sie von der Künstlerin Xenia Gorodnia (Mitte) aus Weimar. © Carmen Schumann

Bautzen. Die Kinder, die im Bautzener Steinhaus zusammen mit der Künstlerin Xenia Gorodnia auf dem Fußboden hocken, malen und zeichnen ohnehin gern. Doch noch mehr Spaß macht es ihnen jetzt, wo aus ihren Bildern etwas Besonderes entstehen soll: ein Trickfilm. Die Teilnehmer des Feriencamps „Pop2go“ malen mit Edding-Stiften die Figuren, Requisiten und Hintergründe, die dann ausgeschnitten und einzeln abfotografiert werden. Per PC wird das Ganze dann animiert und zusammengeschnitten.

Unterlegt wird das Video mit dem Lied „Das ist meine Stadt“ von Beate Tarrach aus Soritz bei Kubschütz, dem weiblichen Part des Liedermacher-Duos „Leichtfuß und Liederliesel“. Die Kinder haben sich alle Mühe gegeben, dass die Gesichtszüge der Radlerin, die da durch den Film rollt, denen von Liedermacherin möglichst ähnlich kommen.

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Corona sorgt für Einschränkungen

Im Steinhaus-Atelier arbeiten die jungen Künstler ebenso wie die weiteren Mitstreiter aus dem Sommercamp auf das große Finale hin, das am Sonnabend stattfindet. Dann soll ihr etwa eine Minute langer Streifen über die Leinwand des Steinhaus-Saales flimmern. Die Aufführung der Arbeitsergebnisse können aber nur die Mitstreiter aus den anderen Camp-Gruppen sowie je ein Elternteil miterleben. Denn wegen der Corona-Beschränkungen ist der Saal zurzeit nur für 50 Personen zugelassen. 

Wie Steinhaus-Mitarbeiter Alexander Noack, der das Sommercamp mit organisiert hat, erklärt, musste wegen Corona auch die Zahl der Camp-Teilnehmer auf 25 reduziert werden. Früher – das Camp findet seit 2014 statt - kamen mehr Kinder und Jugendliche in den Genuss, sich unter Anleitung gestandener Künstler in verschiedenen Metiers auszuprobieren.

In zwei Gruppen proben junge Musiker. Die eine Gruppe hat sich zu einer klassischen Band zusammengefunden, die andere lernt die Spielarten der elektronischen Musik kennen. Bei den angehenden Bandmitgliedern geht es momentan vor allem um das Rhythmus-Gefühl.

Mit Schlagstöcken werden verschiedene Gegenstände bearbeitet, die eigentlich keine Musikinstrumente sind, zum Beispiel eine Metallsäule oder eine Plastekiste. Marco Pfennig, der gelegentlich in der Band „108 Fahrenheit“ das Banjo spielt, gibt den Takt vor: „Bam Bambam“. Die Füße stampfen mit. Schließlich stößt das E-Piano dazu. Auch die Bandmusiker fiebern auf ihren großen Auftritt am Sonnabend hin. Schließlich soll es möglichst gut klingen, auch wenn die Gruppe nur eine Woche Zeit zum Proben hatte.

Mini-Tanzstück erzählt von einem Mädchen

Auf dem Steinhaus-Hof üben Mädchen für sich diverse Tanzschritte. Inzwischen wird es  im Saal ernst. Zu den Klängen des Hiphop Songs „Kapuze“ der zehnköpfigen Brassband „Moop Mama“ aus München tanzt ganz allein Maya, die sonst im Mehrgenerationenhaus Gesundbrunnen in der Gruppe „Dance for the moment“ trainiert. Unter den kritischen Augen von Nicole Lorenz vom Mondstaubtheater Zwickau führt sie die Schrittsequenzen vor, die sie zusammen mit den anderen Tänzerinnen bereits eingeübt hat. Die Theaterfrau aus Zwickau sagt, dass es wichtig ist, jeden Tänzer einzeln zu korrigieren, denn beim Tanz in der Gruppe könne man nicht jedes Detail erfassen.

Beim Schluss-Spurt der Proben wird dann alles zu einem große Ganzen zusammengeführt, zu einem Mini-Tanzstück, das in rund dreieinhalb Minuten die Geschichte erzählt von „Kapuze“, dem Mädchen aus der Nachbarschaft, das sein Gesicht immer versteckt.

Die Teilnehmer des Sommercamps kommen hauptsächlich aus Bautzen und dem Landkreis. Sie sind zwischen zehn und 17 Jahren alt. Ziel ist es, dass sie sich in Dingen ausprobieren können, die ihnen Spaß machen und dabei auf ein Ziel hinarbeiten. Zum Ausgleich ging es am Donnerstagnachmittag auf den Sportplatz, wo sich die Ferienkinder einfach mal austoben konnten.

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