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Geht Dynamo-Legende Minge nach Halle?

Dynamos langjähriger Geschäftsführer hat nach Informationen von Sächsische.de mit den Verantwortlichen des HFC gesprochen. Doch worüber wurde dort verhandelt?

Bekam Ralf Minge einen Anruf aus Halle? Dynamos Ligakonkurrent hat in jedem Fall Kontakt mit ihm aufgenommen.
Bekam Ralf Minge einen Anruf aus Halle? Dynamos Ligakonkurrent hat in jedem Fall Kontakt mit ihm aufgenommen. © dpa/Robert Michael

Dresden/Halle. Es war lange ruhig um Ralf Minge. Nach seinem Abschied als Sport-Geschäftsführer von Dynamo Dresden vor knapp einem Jahr trat er nur noch sehr selten öffentlich auf, zu seiner beruflichen Zukunft äußerte er sich überhaupt nicht. Das könnte sich bald ändern. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung hat Dynamos Drittliga-Konkurrent Hallescher FC den 60-Jährigen auf dem Zettel, würde ihn gerne zur neuen Saison als Sportchef verpflichten. Der Vertrag mit dem amtierenden Sportdirektor Ralf Heskamp läuft noch bis Dezember 2022.

Ein Gespräch zwischen Minge und den Verantwortlichen des HFC soll es laut Bild bereits gegeben haben. Dies hat nach Informationen von Sächsische.de vor zwei Wochen stattgefunden. Doch womöglich ging es dabei überhaupt nicht um die Stelle des Sportdirektors. Der Verein aus Sachsen-Anhalt errichtet seit vergangenem September für rund elf Millionen Euro ein Nachwuchsleistungszentrum, das Ende 2022 fertiggestellt werden soll. Minge hatte bei Dynamo maßgeblich die Planungen sowie den Bau des neuen Trainingszentrums im Ostragehege vorangetrieben, vergangenen Juni wurde der Komplex eingeweiht.

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Der HFC dementierte den Kontakt zu Minge nicht. "Erst wenn der Ligaverbleib gesichert ist, können die Planungen für die kommende Saison vorangetrieben werden. Dies wird zunächst mit allen Beteiligten in den dafür zuständigen Vereinsgremien stattfinden. Entscheidungen hierzu sind keine getroffen", erklärte Präsident Jens Rauschenbach auf dpa-Anfrage. "Im Übrigen gilt beim HFC, dass sich der Verein an öffentlichen oder medialen Personalspekulationen nicht beteiligt."

Möglich wäre, dass Minge beim HFC künftig als Berater für allgemeine, strategische Themen fungiert. Bei seinem Abschied von seinem Heimat- und Herzensverein Dynamo hatte er immer wieder betont, dass er nun mehr Zeit für seine Familie und für sich selber haben möchte. Er wanderte gut 400 Kilometer auf dem Jakobsweg, wie er bei einer Preisverleihung vergangenen Oktober zum "Sachsen des Jahres" verraten hatte.

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Nach seiner Rückkehr als Geschäftsführer im Frühjahr 2014 habe er sich in einer Art Hamsterrad befunden, wie er mehrfach erklärte. Dies führte zu einer Burn-out-Erkrankung, die ihn 2018 zu einer viereinhalbmonatigen Auszeit gezwungen hatte. Nach dem Abstieg am Ende der vergangenen Saison trat Minge ab, weil er nicht mehr das volle Vertrauen und den Rückhalt gespürt hatte. Die Dynamo-Verantwortlichen betonen seitdem immer wieder, dass sie sich eine Rückkehr des Ex-Nationalspielers wünschen - in einer anderen Funktion.

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