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Diese Stars kommen zur Fußball-EM nach Leipzig

Portugal, Italien, Frankreich und die Niederlande spielen in Leipzig - besser hätte es für den sächsischen EM-Standort bei der Gruppenauslosung nicht laufen können. Doch gibt es überhaupt noch Tickets?

Von Daniel Klein
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Die Heimstätte von RB Leipzig ist im kommenden Sommer der Austragungsort hochkarätiger EM-Partien.
Die Heimstätte von RB Leipzig ist im kommenden Sommer der Austragungsort hochkarätiger EM-Partien. © dpa/PA/Motivio

Leipzig. Leipzig ist nach dem Confederations-Cup 2005 und der WM-Endrunde 2006 im Sommer 2024 zum dritten Mal Gastgeber eines großen Fußball-Turniers. Vier Partien werden zwischen dem 18. Juni und 2. Juli in der Heimstätte von Bundesligist RB Leipzig angepfiffen - drei Gruppenspiele und ein Achtelfinale. Wie schon 2006 kommen erneut die Niederlande und Frankreich ins ehemalige Zentralstadion. Die Zuschauer können sich auf noch mehr attraktive Teams freuen.

Welche Superstars kommen nach Leipzig?

Leipzig ist einer von zehn Austragungsorten der EM-Endrunde im kommenden Jahr - neben Berlin der einzige in den östlichen Bundesländern. Doch eine Nebenrolle spielt Leipzig keinesfalls, das steht nach der Gruppenauslosung am Samstagabend in der Hamburger Elbphilharmonie fest. Die Teams, die nach Sachsen kommen, sind hochkarätig. So treffen gleich im ersten Duell Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo und Tschechien aufeinander.

Brisanz bietet auch die Partie zwischen den Niederlanden und Vize-Weltmeister Frankreich mit Stürmer Kylian Mbappé. Und im letzten Gruppenspiel stehen sich Kroatien und Titelverteidiger Italien gegenüber. Im Achtelfinale könnte es zu einem Duell zwischen Frankreich und Portugal kommen, möglich wäre auch die Begegnung Österreich gegen die Türkei. Alle Partien werden um 21 Uhr angepfiffen, entschied die Uefa.

Alle Leipzig-Spiele im Überblick:

  • 18. Juni, 21 Uhr: Portugal - Tschechien
  • 21. Juni, 21 Uhr: Niederlande - Frankreich
  • 24. Juni, 21 Uhr: Kroatien - Italien
  • 2. Juli, 21 Uhr: Achtelfinale (1. Gruppe D - 2. Gruppe F)

Wie kommt man noch an Tickets für die Leipzig-Spiele?

Das wird schwer, ist aber nicht komplett aussichtslos. Pro Partie in Leipzig gehen jeweils rund 10.000 Tickets an die beiden beteiligten Verbände, die restlichen 20.000 Karten an neutrale Fans. In der ersten Verkaufsphase gab es rund 20 Millionen Anträge für die insgesamt 1,2 Millionen zur Verfügung stehenden Tickets, dabei hatten rund fünf Prozent der Bewerber Glück und bekamen eine Zusage.

Bis zum 12. Dezember kann man sich erneut für alle Spiele bewerben, pro Partie können maximal vier Tickets beantragt werden. Verlost werden die dann im Januar. Wer da noch kein Ticket ergattern konnte, kann auf eine Rücklauf-Börse hoffen, auf der nicht bezahlte oder nicht benötigte Karten angeboten werden. Dort sind auch Last-Minute-Schnäppchen bis zum Turnierstart noch möglich. Die Preise pro Ticket in der Gruppenphase reichen von 30 bis 200 Euro.

Warum spielt die deutsche Elf nicht in Leipzig?

Die Größe des Stadions ist offenbar kein Kriterium. Zwar ist Leipzig der Standort mit der kleinsten Stadionkapazität (42.000 Zuschauer), doch die deutsche Elf tritt nach dem Eröffnungsspiel gegen Schottland in München noch in Stuttgart und Frankfurt an, wo die Kapazität mit 54.000 und 46.000 Plätzen auch nicht wesentlich größer ist.

Deutschland wurde als einzige Nation nicht gelost und war an Position A1 gesetzt. Sollte das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann die Gruppe als Tabellenführer abschließen, wäre der weitere Turnierweg Dortmund, Stuttgart, München und Berlin. Als Gruppenzweiter ginge es über Berlin und Düsseldorf nach Dortmund und wieder in die Hauptstadt. Damit ist Leipzig auf jeden Fall raus.

Wird das RB-Stadion für die EM-Spiele umgebaut?

Nein, das ist nicht nötig. Der Besitzer RB Leipzig investierte seit dem Kauf der Immobilie bereits knapp 100 Millionen Euro in den Um- und Ausbau des ehemaligen Zentralstadions. Dazu gehören Stehplatzbereiche, die mit versenkbaren Sitzmöglichkeiten ausgestattet sind. Das Umrüsten der Stehplatz- in Sitzplatz-Tribünen ist also per Knopfdruck möglich. Ändern wird sich dagegen der Name: Aus der Red-Bull-Arena wird während der EM schlicht das Stadion Leipzig.