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Sport

Sachsens Sportbund kritisiert Lockdown

Kein Amateur- und Freizeitsport - für LSB-Chef Christian Dahms ist das ein fatales Zeichen. Er fordert von der Landesregierung, das Verbot zu umgehen.

Wegen Corona gesperrt! Das Bild geschlossener Sportplätze wird in den nächsten Tagen wieder oft zu sehen sein. Der erneute Lockdown trifft auch den Amateur- und Breitensport.
Wegen Corona gesperrt! Das Bild geschlossener Sportplätze wird in den nächsten Tagen wieder oft zu sehen sein. Der erneute Lockdown trifft auch den Amateur- und Breitensport. © dpa/Bernd Thissen

Dresden/Leipzig. Mit scharfen Worten hat der Landessportbund Sachsen (LSB) auf die neu beschlossenen Corona-Maßnahmen reagiert. "Das ist ein fatales Zeichen. Nicht zuletzt wird damit auch das Thema Gesundheitsvorsorge mit Füßen getreten", sagte LSB-Generalsekretär Christian Dahms auf Nachfrage von Sächsische.de und bezeichnete das ab Montag geltende Verbot von Amateur- und Freizeitsport als "maßlose Schließung". Dem organisierten Sport in Sachsen werde damit erneut die Grundlage entzogen, so Dahms weiter. "Der harte Einschnitt ist aus unserer Sicht nur schwer nachvollziehbar. Denn als Corona-Hotspot ist der sächsische Breiten- und Freizeitsport nicht aufgefallen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Mittwoch beschlossen, dass bis Ende November ausschließlich Profisport möglich ist - unter Ausschluss von Zuschauern. Dagegen soll der Freizeitsport komplett ruhen, Turn- und Schwimmhallen sowie Fitnessstudios müssen schließen. "Seit Monaten wird in unseren Vereinen und Verbänden sehr diszipliniert mit Hygienekonzepten, Abstandsregeln und Kontakterfassung gearbeitet. Diese Maßnahmen wurden schnell eingeführt und haben sich bewährt", erklärte Dahms. 

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Er forderte deshalb von der sächsische Landesregierung, die am Freitag die neue Corona-Schutzverordnung bekanntgibt, die Durchführung des Vereinssports darin weiter zu ermöglichen. "Riskieren Sie nicht die jahrelange Arbeit von zahlreichen Haupt- und vor allem Ehrenamtlichen! Eine erneute Schließung wäre eine Katastrophe für den sächsischen Vereinssport", betonte Dahms. Die Sonderrolle des Profisports stelle die Solidarität der Vereinsmitglieder im Breitensport zudem zusätzlich vor eine unnötige Zerreißprobe.

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