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Großes Aufräumen nach dem Sturm

Sturmtief Eberhard blies etliche Bäume um. Und der nächste Sturm ist schon angekündigt.

Auf der B170 in Höhe Welschhufe legte sich ein Baum quer auf die Fahrbahn. © Feuerwehr Bannewitz

Hohe Sachschäden, die Feuerwehr im Dauereinsatz, aber zum Glück keine Verletzten – das ist die vorläufige Bilanz des Sturmtiefs Eberhard, das in der Nacht auf Montag über die Region zog. Durch die orkanartigen Böen knickten Bäume um und Dachpappe oder Ziegel wurden von den Häusern geweht.

Auch in Freital waren die Feuerwehren unterwegs. In Freital-Wurgwitz war eine Fichte auf der Zöllmener Straße umgekippt und in eine Telefonleitung gefallen. Glücklicherweise blieb die Telefonleitung unbeschädigt. Die Feuerwehr zerkleinerte den Baum mit der Kettensäge und befreite das Telefonkabel von der Last. Einen weiteren Alarm gab es in Somsdorf, dort waren drei Bäume auf die Somsdorfer/Höckendorfer Straße gefallen. „Dabei wurde das Wartehäuschen der Bushaltestelle An der Tilke beschädigt“, teilte Matthias Weigel, Pressesprecher der Stadt Freital, mit.

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Wesentlich problematischer war jedoch, dass gegen 20 Uhr ein Baum auf eine Mittelspannungsleitung fiel, die zwischen den Straßen Alter Berg und Friedenshöhe durch den Wald verläuft. Daraufhin fiel in Teilen Somsdorfs der Strom aus. „Mithilfe von Umschaltungen im Stromnetz konnte bereits nach kurzer Zeit ein Großteil der Kunden in Somsdorf wieder mit Strom versorgt werden“, berichtet Jens Schulze, Prokurist bei der Freitaler Strom und Gas (FSG). Zudem kam eine sogenannte Netzersatzanlage – also ein Notstromaggregat – zum Einsatz. Die Reparaturarbeiten konnten jedoch erst bei Tagesanbruch anlaufen, weil weitere Baumfällungen und Räumarbeiten erforderlich waren.

Am Montagnachmittag hieß es bei der FSG, man gehe davon aus, dass der normale Netzbetrieb in Kürze wieder laufe.

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Auch in Pretzschendorf und Teilen von Colmnitz fiel am Montag den ganzen Vormittag der Strom aus. Wegen des Sturms waren Mittelspannungsmasten gebrochen, wie die Mitteldeutsche Netzgesellschaft informierte, die den westlichen Rand des Kreisgebiets mit Elektrizität versorgt. Bis zu 400 Haushalte waren in den Klingenberger Ortsteilen zeitweise ohne Strom. Die ersten Ausfälle hatte es um 22.15 Uhr am Sonntag gegeben. Am Montag gingen auch in Pretzschendorf gegen 11 Uhr die Lichter wieder an.

Wegen umgestürzter Bäume kam es auch zu etlichen Straßensperrungen. In Klingenberg waren zum Beispiel die Straßen von Höckendorf nach Edle Krone und von Beerwalde nach Röthenbach an der Vorsperre Klingenberg wegen umgestürzter Bäume zeitweise dicht, informierte Stefan Lippert vom Bauamt der Gemeinde. Auch die Bundesstraße B 170 war wegen den Folgen des Sturms zeitweise nicht mehr passierbar. Am Sonntagabend krachte ein Baum bei Welschhufe auf die Fahrbahn. Die Bannewitzer Feuerwehr zersägte den Baum und machte die Straße schnell wieder frei.

Auch der Bahnverkehr wurde durch den Sturm beeinflusst. Die Müglitztalbahn musste am Montagmorgen zeitweise den Verkehr einstellen, weil der Sturm Bäume umgeweht hatte, die in Glashütte und bei Burkhardswalde die Gleise blockierten. Zugausfälle und Verspätungen gab es zudem auf der S-Bahn-Strecke Dresden – Chemnitz – Zwickau. Bis Tharandt rollte der Verkehr. Allerdings war bis Montagnachmittag die Strecke im Raum Chemnitz gesperrt. Fahrgäste mussten in den Schienenersatzverkehr umsteigen.

Für den Dienstag ist erst einmal ruhigeres Wetter angesagt. „Wir erwarten Temperaturen von sieben bis acht Grad im Raum Freital, dazu Sonne und hin und wieder ein paar Schauer“, sagt Robert Scholz, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Doch schon am Mittwoch folgt die nächste Kaltfront – bereits in der Nacht nimmt der Wind wieder zu, auch die Regenschauer häufen sich, die Temperatur fällt auf zwei Grad über null. Scholz: „Eigentlich ist das typisches Aprilwetter.“ Und voraussichtlich geht es auch am Donnerstag und Freitag stürmisch und wechselhaft weiter.