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Wie funktioniert investigativer Journalismus?

Stefanie Dodt ist Investigativjournalistin beim NDR. In der ersten Folge des SZ-Volontärspodcasts "Journalismus machen" erklärt die Reporterin, wie ihr Handwerk funktioniert.

Von Moritz Schloms
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NDR-Reporterin Stefanie Dodt ist zu Gast im Volontärspodcast "Journalismus machen" bei Sächsische.de.
NDR-Reporterin Stefanie Dodt ist zu Gast im Volontärspodcast "Journalismus machen" bei Sächsische.de. © NDR

Die Volontäre der Sächsischen Zeitung starten den Podcast "Journalismus machen". In der erste Folge wird gefragt, wie man eigentlich richtig investigativ recherchiert. Zu Gast ist Stefanie Dodt, Investigativ-Reporterin beim NDR. Sie erzählt, wie sie von einem Volontariat bei einem kleinen Radiosender zum Investigativjournalismus kam - und warum das viel damit zu tun hat, dass sie nicht auf ihren Chef gehört hat.

"Wann ich das erste Mal investigativ recherchiert habe? Mit 18 habe ich ein Volontariat im Regionalradio gemacht. Wir haben damals immer versucht etwas mehr über Polizeimeldungen rauszukriegen, haben viel an Türen geklingelt. Aber ob das bewusst war? Ich glaube nicht im Geringsten", sagt Dodt. Dabei gibt sie zu, dass sie ihre Arbeit "komplett unterm Radar" gemacht habe. "Ich habe geschaut, ob es der Chef irgendwann merkt oder nicht."

Außerdem erzählt sie von ihrer einjährigen VW-Recherche in Brasilien, für die sie für den Grimme-Preis nominiert wurde. "Das war eine klassische Nerdgeschichte", sagt sie. Sie sei in Brasilien gewesen, als der erste Bericht der sogenannten Wahrheitskommission veröffentlicht wurde. "Das war eine Kommission, die sich in Brasilien zum ersten Mal so richtig ausführlich damit beschäftigt hat, was in Zeit der Militärdiktatur eigentlich passierte? Welche Menschenrechtsverletzungen wurden begangen? Wie viele Leute sind dem zum Opfer gefallen?" Es sei spannend zu beobachten gewesen, was in der jungen brasilianischen Demokratie an Aufarbeitung stattgefunden habe.

Sie erzählt schließlich, wie sie in einem öffentlich einsehbarem Dokument auf etwas Fragwürdiges gestoßen ist. "Da war auf einer Seite erwähnt, dass es auch Dokumente in einem kürzlich geöffneten Archiv der Militärpolizei gibt, die darauf hindeuten, dass Volkswagen in die Machenschaften der Militärdiktatur verstrickt war." Anschließend nahm die Geschichte und die investigative Recherche ihren Lauf.

Und natürlich wollte Moritz Schloms, Host der ersten Folge "Journalismus machen" auch wissen, welchen Tipp Stefanie Dodt jungen Journalisten geben kann. Den hat sie, aber diesen gibt es nur zu hören in der Folge ...