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VW macht Mitarbeiter zu Testfahrern

Im November startete der Konzern die Serienproduktion des ID.3 in Zwickau. Bevor Kunden das E-Auto fahren dürfen, sollen es Mitarbeiter testen.

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Ein ID.3 wird im Zwickauer Werk montiert.
Ein ID.3 wird im Zwickauer Werk montiert. © kairospress

Dresden. Bevor das erste E-Auto von Volkswagen aus Zwickau offiziell auf den Markt kommt, werden Konzernmitarbeiter den ID.3 testen. Dafür stehen ab Mitte März 250 Fahrzeuge an den drei sächsischen VW-Standorten Zwickau, Chemnitz und Dresden bereit, sagte Unternehmenssprecher Carsten Krebs vor Medienvertretern am Dienstagabend in Zwickau. Die Testfahrten dienten dazu, das erste vollelektrische Fahrzeug unter realen Bedingungen nochmals auf Herz und Nieren zu prüfen.

Anfang November hatte Volkswagen die Serienproduktion des ID.3 im Zwickauer Werk gestartet. Derzeit laufen täglich 100 Elektroautos im Ein-Schicht-Betrieb vom Band. Die Produktion soll sukzessive auf 1.500 Fahrzeuge am Tag hochgefahren werden. Der Stromer soll eine neu konzipierte Fahrzeugserie begründen, die auch das Massenpublikum ansprechen und die Grundlage für weitere E-Modelle bilden soll. Ab Herbst werde der ID.3 dann neben Zwickau auch in der Gläsernen Manufaktur in Dresden gefertigt, hieß es.

Der Volkswagen-Konzern will bis 2029 bis zu 75 reine E-Automodelle auf den Markt bringen. Bereits im zweiten Quartal soll das nächste Modell aus der ID-Familie in Serie produziert werden, später in 2020 auch der erste elektrische Seat. Noch in diesem Jahr seien zudem erste E-Versuchsfahrzeuge für die Konzernmarke Audi geplant.

Endgültig Schluss ist hingegen im Sommer für den Golf Variant. Noch vor den Betriebsferien des Werks in Zwickau-Mosel soll der letzte Golf produziert werden. "Die Ära des Verbrennerfahrzeugs wird diesen Sommer auslaufen", sagte Krebs. Auch die Produktion des eGolf in Dresden wird demnach im Herbst eingestellt. (dpa)