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Gesundheit

Wandern im Elbsandsteingebirge

Das Elbsandsteingebirge ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Wanderer.

© Bildrechte: Flickr Elbsandsteingebirge - Ganzstein

Im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Nordböhmen erstreckt sich das Mittelgebirge über 700 Quadratkilometer am Oberlauf der Elbe, wobei der deutsche Teil als Sächsische Schweiz und der tschechische als Böhmische Schweiz bezeichnet werden. Aufgrund der Kargheit der Natur kommen die Schluchten, Felsreviere und Tafelgebirge vor allem in der kalten Jahreszeit gut zur Geltung. Und mit der richtigen Wanderausrüstung ist man bestens auf kalte Temperaturen vorbereitet.

Tourismus in der Sächsischen Schweiz 2017 weiter gewachsen

Die vielseitigen Wanderwege in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz ziehen jährlich abertausende Touristen an. Laut des Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V. (TVSSW) liegt ein Wanderurlaub im Elbsandsteingebirge nach wie vor im Trend: So registrierte der TVSSW von Januar 2017 bis Oktober 2017 bei den Übernachtungen im deutschen Teil des Gebirges einen Zuwachs um 3,6 Prozent auf rund 1,5 Millionen Übernachtungen. Auch die Zahl der Unterkünfte ist in diesem Zeitraum gestiegen: Insgesamt 424.715 Unterkünfte ab zehn Gästebetten beziehungsweise zehn Stellplätzen sind in der Sächsischen Schweiz zu finden - ein Wachstum von 7 Prozent zum Vorjahr. Dass das Elbsandsteingebirge bei Wandern derart beliebt ist, liegt nicht nur an der beeindruckenden Natur, sondern auch an der großen Anzahl an Wanderwegen, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade die Bedürfnisse diverser Wandertypen erfüllen. Insgesamt führen 1200 Kilometer markierter Wanderwege durch das Elbsandsteingebirge. Neustadt bekommt im Frühjahr 2018 einen neuen Wanderweg, der laut Bürgermeister Peter Mühle vom Schloss Langburkersdorf über die Raupenbergstraße am Waldrand entlang ins Nachbarland führen soll.

Ausrüstung sorgfältig zusammenstellen

Unabhängig davon, ob man Anfänger oder geübter Wanderer ist: Eine gute Ausrüstung ist essentiell für Laufvergnügen und Sicherheit. Deshalb sollte man vor allem Wert auf qualitativ hochwertige Schuhe und atmungsaktive Materialien legen, die auch bei kälteren Temperaturen wärmen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Geeignetes Schuhwerk: Im Fachhandel gibt es eine Vielzahl an Wander- und Trekkingschuhen, die man in Hinsicht auf Klima, Gelände und Anforderung auswählen sollte. Bei einfachen Tagestouren sind Wanderschuhe - entweder als Halbschuh oder Stiefel - ausreichend. Sie haben ein gutes Profil, das auch bei Matsch und feuchten Untergründen genügend Halt gibt, sowie eine stabile Sohle, durch die Steine nicht in den Fuß drücken können. Bei einer Trekkingtour hingegen übernachtet man an der Route, sodass man mit wechselndem Gelände rechnen muss. Trekkingschuhe sind deshalb viel robuster, denn der Schuh muss durch das Gepäck noch mehr Gewicht tragen. Ratgeber im Internet helfen, den am besten geeigneten Schuh zu finden.

Atmungsaktive Kleidung: Wandertouren können mitunter anstrengend sein und einen ins Schwitzen bringen. Deshalb ist wichtig, dass die Kleidung atmungsaktiv ist, Feuchtigkeit nach außen führt und gleichzeitig wärmt. Daunenmäntel wie diese hier eignen sich für Wanderungen in trockenen Regionen, denn sie sind bei hohem Isoliervermögen dennoch leicht. Bei Hosen empfiehlt es sich, auf Funktionsmaterialien zu achten, die wenig Feuchtigkeit aufnehmen und sie nach außen transportieren. Im Gegensatz zu Jeans und Baumwolle trocknen Kunstfasern außerdem schneller. Schal, Mütze und Handschuhe sorgen bei Kälte für Abhilfe.

Wichtige Hilfsmittel: Der Rucksack sollte gut sitzen und Verpflegung sowie Wasser beinhalten. Auch auf einer kurzen Wanderung darf eine Reiseapotheke mit einem Erste-Hilfe-Set nicht fehlen. In vielen Situationen haben sich zudem Feuerzeug, Streichhölzer, Taschenmesser, Taschenlampe, Handy sowie Panzertape als nützlich erwiesen. Mit letzterem kann man sogar vorübergehend eine kaputte Sohle reparieren. Damit man nicht die ganze Rolle mitnehmen muss, kann man etwas Tape um ein Feuerzeug wickeln und hat es so immer griffbereit. Weiterführende Informationen zur Region und Unterkünften findet man auf www.saechsische-schweiz.de.

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Jessika Holzman.