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Genial Sächsisch

Was stinkt Ihnen eigentlich besonders?

Wir wissen, was wir essen, aber nicht, was wir einatmen, sagen die Entwickler des AirQ. Das soll ihr Luftanalysator ändern.

© Thomas Kretschel

Herr Körösi, haben Sie eigentlich einen Lieblingsduft?

Da fällt mir auch nach längerem Nachdenken kein konkreter ein.

Die gesunde Drittelstunde

Impfen lassen? Neue Therapien? Was zahlen Kassen? Fragen rund um das Thema Gesundheit: hier gibt es Antworten. Redakteur Jens Fritzsche im Gespräch mit Experten.

Und was stinkt Ihnen gewaltig?

Wir wohnen unweit einer Bäckerei. Doch von dort kommen morgens nicht immer nur angenehme Gerüche, wie man vermuten könnte. Manchmal riecht es nach verbranntem Teig.

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Wie kommt man auf die Idee, die Luftqualität zu messen?

Ohne Luft können wir nicht leben. Wir machen etwa 20.000 Atmenzüge Tag für Tag. Doch wissen wir, was wir da wirklich einatmen? Bei dem was wir essen und trinken schauen viele von uns auf das Etikett und studieren die Inhaltsstoffe. Sicher, der AirQ macht die Luft nicht besser, aber er hilft, sie zu analysieren. Und manchmal reicht es schon aus, einfach das Fenster zu öffnen, um die Luftqualität deutlich zu verbessern.

...oder das Fenster zu schließen?

Auch das gibt es. Wir wohnen in Leipzig in einer eigentlich weniger verkehrsintensiven Region. Trotzdem bleiben bei uns die Fenster zu bestimmten Zeiten immer zu, nachdem ich den AirQ mit Zuhause hatte und über die Messwerte erschrocken war.

Wie sehr hilft Ihnen die aktuelle Feinstaubdebatte für die Vermarktung?

Sie wird sehr emotional und nicht immer ganz sachlich geführt, aber sie erhöht in jedem Fall die Sensibilität für das Thema Luftqualität. Studien zeigen übrigens, dass zu viel Feinstaub nicht nur krank macht, sondern auch die Intelligenz verringert.

Schlechte Luft macht also dumm?

Das könnte man, zugegeben etwas zugespitzt, so formulieren. In jedem Fall sinken Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit und das schon nach kurzer Zeit in einem Raum mit vielen Menschen ohne kontinuierliche Frischluftzufuhr. Viele kennen sicher die Meetings, in denen die Augenlider immer schwerer werden. Das muss nicht unbedingt am Thema der Besprechung liegen. Die Raumluft kann eine Ursache sein.

Nutzen Sie zu Hause eigentlich Lufterfrischer?

Das würden Sie auch nicht tun, wenn Sie unsere Messergebnisse gesehen hätten. Grünpflanzen sind die bessere Alternative.

Und welche Pflanzen empfehlen Sie?

Grünlilie und Bambuspalme haben einen nachhaltigen Effekt auf die Qualität der Raumluft. Manchmal macht aber auch ein Luftfilter Sinn, der Partikel herausfiltert.

Das Interview führte Ines Mallek-Klein.

Der Elevator-Pitch

Skurriler geht's kaum. 50 Sekunden im Fahrstuhl aufwärts, es bleiben genau elf Stockwerke Zeit, eine wichtige Erfindung oder Idee vorzustellen. Wir haben es bei Sächsische.de im Dresdner Haus der Presse gefilmt. Dann öffnet sich die Fahrstuhltür, und nichts geht mehr. Schnitt, aus. Der Elevator-Pitch mit den Erfindern ist hier im Video zu sehen. Seinen Ursprung hat das Ganze darin: Erst mal muss man eine richtig gute Idee haben, und dann zufällig eine wichtige Person im Fahrstuhl treffen. Es bleibt genau diese Zeit, um von der Idee oder dem Produkt zu überzeugen. Kommt der Fahrstuhl an, verabredet man sich auf einen Termin oder sieht sich zu diesem Thema halt nie wieder.