Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Feuilleton
Merken

Podcast "Debatte in Sachsen": Führt die Ukraine einen gerechten Krieg?

Gibt es gerechte Kriege? Darüber diskutierten in der Dresdner Frauenkirche die Ukrainerin Natalija Bock, Waffenlieferungs-Gegner Peter Gauweiler und –Befürworterin Liane Bednarz.

Von Oliver Reinhard
 2 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Führt ein sich verteidigendes Land einen gerechten Krieg? Und gibt es solche Kriege überhaupt? Das Thema im Podcast "Debatte in Sachsen".
Führt ein sich verteidigendes Land einen gerechten Krieg? Und gibt es solche Kriege überhaupt? Das Thema im Podcast "Debatte in Sachsen". © [M] Libkos/AP/dpa/Sächsische.de

Dresden. Was ist das eigentlich: ein "gerechter Krieg"? Gibt es ihn überhaupt? Und falls ja: Fällt die Selbstverteidigung der Ukraine gegen den russischen Eroberungskrieg in diese Kategorie?

Darüber streiten im Sächsische.de-Podcast "Debatte in Sachsen" in der Frauenkirche die Ukrainerin Natalija Bock, Waffenlieferungs-Gegner Peter Gauweiler und –Befürworterin Liane Bednarz. Dabei geht es auch um die Fragen: Wie könnte demgegenüber ein "ungerechter Frieden" aussehen und was würde er bedeuteten – für die Ukraine, für uns, für die Weltpolitik?

Der ehemalige CSU-Vorsitzende Dr. Peter Gauweiler glaubt, dass das deutsche Engagement für die Ukraine inklusive Lieferung schwerer Waffen "mit der Grundidee unseres Grundgesetzes nicht vereinbar ist". Er warnt vor einer "nuklearen Eskalation mit unabsehbaren Folgen für uns alle" und plädiert für "baldmöglichste Friedensverhandlungen", etwa unter der Initiative von Indien, Brasilien oder China.

Natalia Bock wehrt sich gegen die Interpretation, dass die Waffenlieferungen an die Ukraine ein Beitrag zur Eskalation seien. Für sie führt die Ukraine auch "ganz klar einen gerechten Krieg, weil wir angegriffen wurden und laut Artikel 51 der UN-Charta jedes angegriffenen Land das Recht zur Selbstverteidigung hat".

Liane Bednarz hat ebenfalls viel Verständnis für die Ukraine, "die eben nicht Teil der russischen Diktatur werden will und entschlossen dagegen kämpft." Zum "Manifest für den Frieden" von Sarah Wagenknecht und Alice Schwarzer, das auch Peter Gauweiler unterzeichnet hat, sagte Bednarz: "Es ist nicht unsere Aufgabe als Deutsche, der Ukraine zu sagen, sie müsse verhandeln."

Das Gespräch wurde am 4. Mai im Rahmen einer Live-Veranstaltung in der Frauenkirche aufgezeichnet. Sie hören es über den oben angezeigten Player.

Die Gäste in dieser Folge

Es diskutieren (von rechts): Dr. Peter Gauweiler, Liane Bednarz und Natalija Bock. Moderiert wird "Debatte in Sachsen" von Sächsische.de-Redakteur Oliver Reinhard (l.).
Es diskutieren (von rechts): Dr. Peter Gauweiler, Liane Bednarz und Natalija Bock. Moderiert wird "Debatte in Sachsen" von Sächsische.de-Redakteur Oliver Reinhard (l.). © Foto: SZ/Veit Hengst

Natalija Bock: Sprecherin der ukrainischen Gemeinde Dresden

Liane Bednarz: Juristin und Publizistin, Hamburg

Dr. Peter Gauweiler (CSU): Jurist und Erstunterzeichner des Manifests für den Frieden, München

Moderiert wird das Gespräch von Oliver Reinhard, stellvertretender Ressortleiter Feuilleton bei Sächsische.de.

Hier können Sie den Podcast außerdem hören

🎙 auf Spotify hören
🎙mit Apple Podcast hören
🎙auf Deezer hören
🎙 mit Google Podcast hören
🎙 mit Amazon Music hören
🎙 über YouTube-Playlist hören

🎙 alle Folgen auf Sächsische.de anhören