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Wie viele Kirschen kostet ein Funkturm?

Weil die Telekom in Lawalde einen Funkmast gesetzt hat, kann sich Herrnhut jetzt über leckere Früchte freuen - für jedermann.

Sie wird wieder zur Kirschallee - die kleine Straße in Neuberthelsdorf. Grund dafür ist der Bau eines Funkturmes in Lawalde.
Sie wird wieder zur Kirschallee - die kleine Straße in Neuberthelsdorf. Grund dafür ist der Bau eines Funkturmes in Lawalde. © Matthias Weber/photoweber.de

Im Herrnhuter Ortsteil Berthelsdorf steht die Kirschallee in herrlicher Blüte: 33 neue Kirschbäume sind hier vor wenigen Wochen gepflanzt worden - und füllen die teilweise großen Lücken in der einstigen Kirschallee wieder auf. Zu verdanken ist das ausgerechnet einem Funkturm - einem lang umstrittenen noch dazu.

Bei den Pflanzungen handelt es sich um eine Ausgleichspflanzung - quasi eine Art Wiedergutmachung - dafür, dass in Lawalde im vergangenen Jahr ein Funkturm neu errichtet worden ist. Damit ersetzt die Deutsche Funkturm GmbH, die für die Deutsche Telekom solche Bauprojekte ausführt, ein Stück Natur gewissermaßen an anderer Stelle. Das ist Vorschrift, wobei oftmals der Ersatz für bebaute Natur nicht in der Nähe der Baustelle zu finden ist - mangels Flächen mitunter nicht einmal im selben Landkreis.

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Kirschen kann man kosten

Das ist hier anders - und so profitieren sowohl Herrnhut als auch Lawalde vom Funkturm. Nach Angaben von Hauptamtsleiter Mirko Quauck säumen nun in der Ortslage Neuberthelsdorf 13 Vogelkirschen und 20 Kulturkirschen - je fünf der Sorten Kassins frühe Herzkirsche, Berhards Nette, Büttners Rote Knorpelkirsche und Große Prinzessinkirsche - die Allee. "Die Kirschen sind alle essbar", betont Quauck. Wenn Kirschenzeit ist, verwandelt sich die Kirschallee dann also in eine Naschallee.

Platz für weitere Kirschbäume gibt es übrigens noch: "Wir haben bislang eher auf der rechten Seite der Straße die Lücken bepflanzt, auf der linken Seite können gern noch weitere Kirschbäume hinzukommen", sagt er. Neue Bäume gibt es übrigens auch am Großhennersdorfer Sportplatz: 20 Schüler aus drei Lerngruppen der Förderschule des Diakoniewerks Oberlausitz haben unter Anleitung von Hartmut Tittmann zwei Roteichen und eine Traubeneiche gepflanzt. Diese Aktion fand Ende März zum landkreisweiten Umwelttag statt, teilte die Evangelische Stiftung Diakoniewerk Oberlausitz mit.

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