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Warum man aufs E-Bike so lange warten muss

Elektromobilität auf dem Radweg ist längst Alltag. Doch die hohe Nachfrage hat ihre Schattenseiten. Und bei der Infrastruktur tritt Sachsen auf der Stelle.

Andreas Krause, kaufmännischer Leiter der K&K Bike GmbH mit dem Label "Die Fahrrad-Kette", ist mehr als nur zufrieden mit dem Fahrradboom. Besonders E-Bikes sind gefragt.
Andreas Krause, kaufmännischer Leiter der K&K Bike GmbH mit dem Label "Die Fahrrad-Kette", ist mehr als nur zufrieden mit dem Fahrradboom. Besonders E-Bikes sind gefragt. © ronaldbonss.com

Die Schatten des Booms sind leise und schnell. Phantomen gleich arbeiten professionelle Fahrraddiebe rund um die Uhr. Sie sind gut organisiert, ihre Methoden machen fassungslos: den Teenager, dessen erst sechs Monate altes Mountainbike direkt vorm Fahrradladen gestohlen wird; den Kollegen, der sein Dienst-Bike dort zuletzt stehen sah, wo sonst zu Hause der Postbote die Pakete ablegt; oder die Anwohner eines Mehrfamilienhauses in Dresden, aus deren Fahrradschuppen am vergangenen Wochenende gleich vier Elektroräder und ein Mountainbike verschwanden. Allein im letzten Fall betrug der Schaden 12.000 Euro.

Einzelfälle? Mitnichten. Das zeigen ein paar Beispiele aus den Polizeiberichten dieses Monats. Verschwunden sind: drei Räder im Wert von rund 2.500 Euro, die auf dem Campingplatz der Kulturinsel Einsiedel an der Neiße an der Deichsel eines Wohnwagens angeschlossen waren; ein Fahrradträger mit zwei Trekking-E-Bikes in St. Egidien direkt vom Auto weg in der Nacht vor dem Urlaubsstart (6.000 Euro); ein E-Bike aus einem Schuppen in Zittau (4.500 Euro); ein E-Bike samt Kinderanhänger am Elbe-Radweg in Rathen (3.700 Euro); ein E-Bike von einem Privatgrundstück in Kirschau (3.200 Euro); ein Fitness- und ein Mountainbike von einem Balkon in Görlitz (1.900 Euro). In Niederdorf bei Chemnitz drangen die Diebe sogar in ein Subaru-Autohaus ein, um ein E-Bike der gleichen Marke mit einem Preis von 2.600 Euro zu stehlen.

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Ein Ermittler überprüft im Hof des Polizeireviers Pirna gestohlene und sichergestellte Fahrräder. Das Diebesgut wird von ihm kriminaldienstlich erfasst.
Ein Ermittler überprüft im Hof des Polizeireviers Pirna gestohlene und sichergestellte Fahrräder. Das Diebesgut wird von ihm kriminaldienstlich erfasst. © Archivfoto: Daniel Förster

Wie bei den Banden der Autoknacker zerlegen inzwischen auch die Fahrraddiebe ihre Beute. So entdeckte Anfang Juli eine Spaziergängerin im ostsächsischen Lauta an einem Waldweg einen E-Bike-Rahmen. Tretlager inklusive Motor waren herausgetrennt. Mitte des Monats stoppte die Polizei auf der A 14 bei Leipzig einen Renault-Transporter. Der Fahrer, ein 33-jähriger Pole, hatte sieben, zum Teil zerlegte E-Bikes geladen. Eines der Modelle war erst am Tag vor der Kontrolle in Heidelberg gestohlen worden. In dieser Woche entdeckten Beamte in Leipzig-Gohlis auf dem Dachboden eines 27 Jahre alten Mieters aus Serbien 23 Fahrräder. Einige waren bereits zur Fahndung ausgeschrieben, teilweise zerlegt und zum Abtransport vorbereitet.

Im Februar dieses Jahres erwischte die Polizei in Quersa im Landkreis Meißen zwei 43-jährige Serben mit 38 gestohlenen Fahrrädern.
Im Februar dieses Jahres erwischte die Polizei in Quersa im Landkreis Meißen zwei 43-jährige Serben mit 38 gestohlenen Fahrrädern. © Tino Plunert

Fast 19.300 Fahrraddiebstähle registrierte die Polizei im vorigen Jahr in Sachsen. Das sind 53 gestohlene Bikes am Tag. Oder: Jede halbe Stunde verschwindet im Freistaat ein Fahrrad. Mit etwas mehr als 1.500 Diebstählen pro 100.000 Einwohner belegt Leipzig den Spitzenplatz unter den deutschen Großstädten. Die Dunkelziffer dürfte höher sein, da viele Diebstähle auch wegen der niedrigen Aufklärungsquote nicht angezeigt werden; in Sachsen liegt sie bei 14 Prozent. Der entstandene Schaden belief sich 2020 auf 17,2 Millionen Euro; das sind nur gut fünf Millionen Euro weniger als der Wert der im selben Jahr in Sachsen gestohlenen Kraftfahrzeuge.

Wie bei den Autos haben auch Fahrraddiebe ihre Vorlieben. „Hochpreisige Räder und teure Elektrofahrräder geraten zunehmend ins Visier der Langfinger“, heißt es im Bericht zur sächsischen Kriminalstatistik 2020. In den zurückliegenden Wochen waren vor allem die Modelle von Cube gefragt.

Cube heißt der neue Fahrrad-Porsche

Nach dem auf E-Mountainbikes spezialisierten Hersteller aus der Nähe von Weiden in der Oberpfalz ist in Dresden ein großer Fahrradladen benannt: der Cube Store. Es gibt ihn seit gut zwei Jahren, betrieben von der Firma K & K Bike GmbH, bekannter unter dem Label „Die Fahrrad-Kette“. Zu ihr gehören sechs Filialen, ein Online-Shop und 75 Beschäftigte. „Cube ist unsere bestverkaufte Marke“, sagt Andreas Krause, der kaufmännische Leiter des Unternehmens aus Coswig. „Mit denen haben wir exklusive Verträge, das ermöglicht uns ein stabiles Wachstum.“

Zum Gespräch hat der 50-Jährige in die im März 2019 eröffnete Filiale in Freital gebeten. Die rund 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche erinnern an eine Werkhalle. Graue Wände, glänzende Lüftungsrohre an der Decke, aus den Lautsprechern kommt Techno-Musik in Dauerschleife. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die Mountainbikes. Beton-Säulen sind als Birkenstämme getarnt, die Räder stehen in flachen Holz-Vierecken auf Rindenmulch oder Sand. „Man verkauft ja das Erlebnis“, sagt Krause.

Hauptsache auffällig: Andreas Krause zeigt einen Fahrradhelm. Neonfarben und windschnittiges Design sind gefragt bei seinen Kunden.
Hauptsache auffällig: Andreas Krause zeigt einen Fahrradhelm. Neonfarben und windschnittiges Design sind gefragt bei seinen Kunden. © ronaldbonss.com

Sogar Airbags für Radfahrer sind zu entdecken. Man trägt sie anstelle des Helms, um den Hals gelegt wie eine Krause; angeblich sind sie um ein Mehrfaches sicherer. Zubehörartikel wie Trinkflaschen, Helme, Rucksäcke oder Kleidung leuchten in Neonfarben. Alles kommt schick und hip daher. Ein simples Holländer-Fahrrad würde hier untergehen wie ein Fiat 500 unter lauter Porsche.

Entsprechend edel und exklusiv klingen die Bezeichnungen: Das „Cannondale Top stone Neo Carbon Lefty 650 b Grey“ kostet 6.099 Euro. Für das „Specialized Turo Levo SL Comp Carbon 320 Wh E-Bike Fully 29 Tarmac Black/Gunmetal“ sind 6.999 Euro fällig. Wer das nicht gerade auf der hohen Kante hat, kann es abstottern: mit 60 Monatsraten à 145 Euro.

Im Schnitt kostet ein neues Fahrrad fast 1.300 Euro

Mit 5,04 Millionen Fahrrädern wurden 2020 nicht nur fast 17 Prozent mehr verkauft als 2019; es sind auch diese Preise, die die alten Umsatzrekorde der deutschen Fahrradwirtschaft pulverisieren. Die Erlöse stiegen im Vergleich zu 2019 um 61 Prozent auf 6,44 Milliarden Euro. Zählt man Ersatzteile und Zubehör dazu, erreichte die Branche sogar zehn Milliarden Euro. Der Geschäftsführer des Zweiradindustrieverbands, Ernst Brust, spricht von einer „beispiellosen Nachfrage“. Wachstumstreiber seien vor allem die Elektro-Mountainbikes. Der durchschnittliche Verkaufspreis für ein Fahrrad liegt inzwischen bei rund 1.300 Euro.

Den Boom spüren alle Bike-Verkäufer in Dresden. Die Stadt hat sich ohnehin zu einem kleinen Mekka des Fahrradhandels entwickelt. Bei der bis zum Sommer 2018 in Dresden ansässigen Fahrrad-XXL-Gruppe ist von „kaum vorstellbaren Umsatzsprüngen“ die Rede. Bei der Dresdner Little John Bikes GmbH mit ihren 41 Filialen ist im Mai ein Finanzinvestor zum größten Anteilseigner aufgestiegen „wegen exzellenter Wachstumsmöglichkeiten“. Mit der Bike24 Holding AG hat Dresden seit Juni sogar den einzig börsennotierten Fahrradhändler Deutschlands zu bieten. Das Unternehmen meldete für 2020 einen Umsatzrekord von 200 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2021 stiegen die Erlöse binnen Jahresfrist um 75 Prozent.

Im Juni ging die Bike24 Holding AG als erster deutscher Fahrradhändler in die Börse. Der Umsatz war zuvor im ersten Quartal 2021 erneut um 75 Prozent gestiegen.
Im Juni ging die Bike24 Holding AG als erster deutscher Fahrradhändler in die Börse. Der Umsatz war zuvor im ersten Quartal 2021 erneut um 75 Prozent gestiegen. © Alexander Palacios

K & K Bike ziert sich, Zahlen zu nennen. Es gibt lediglich die Aussage, dass der Geschäftsjahresumsatz zuletzt um 50 Prozent gestiegen ist. Die Hälfte davon mache das Unternehmen online; die Inspektionen und Reparaturen der Räder, zumeist kaputte Reifen und verschlissene Bremsbeläge, brächten kaum mehr als zehn Prozent. „Wir haben eine gesunde Größe“, sagt Krause und verweist auf gleich zehn Lehrlinge, die im August beginnen werden: vom Bürokaufmann bis zum Zweiradmechatroniker.

In der Freitaler Filiale reicht die Angebots-Palette von Laufrädern für 65 Euro bis zu exklusiven Rennrädern wie dem „Trek Madone SLR7 eTap“ mit Karbonrahmen für 9.799 Euro. „Bestseller sind aber auch bei uns die E-Bikes, egal ob Mountainbike oder Tourenrad“, sagt Krause. Der Trend, mehr Geld in das Radfahren zu investieren, sei verstärkt worden durch die Nachhaltigkeits- und Klimadebatte. „Eine regelrechte Beschleunigung gab es dann noch einmal durch Corona.“ In den Lockdown-Zeiten habe Radfahren ja zu den wenigen Dingen gehört, die noch möglich waren. Verbandschef Brust hält seine Branche gar für „systemrelevant“, denn Radfahren sei ein „Garant für infektionssichere Alltagsmobilität“. Die mit dem Rad in Deutschland durchschnittlich zurückgelegte Strecke pro Jahr sei auf inzwischen gut 1.800 Kilometer gestiegen.

Das teuerste Modell in der Freitaler Filiale der K & K Bike GmbH ist das „Trek Madone SLR7 eTap“ mit Karbonrahmen. Es kostet 9.799 Euro.
Das teuerste Modell in der Freitaler Filiale der K & K Bike GmbH ist das „Trek Madone SLR7 eTap“ mit Karbonrahmen. Es kostet 9.799 Euro. © ronaldbonss.com

Krause ist fast so etwas wie ein Prototyp für all diese Aussagen. Er fahre seit gut einem Jahr E-Bike. „In dieser Zeit bin ich so viel Rad gefahren wie in den 20 Jahren zuvor.“ Inzwischen pendelt er von seinem Wohnort Meißen zu seinem Büro in Coswig fast immer mit dem Rad. „Etwas über eine halbe Stunde bin ich unterwegs. Man merkt schon, dass der Elberadweg auch werktags deutlich voller geworden ist.“ Was mit dem Boom allerdings nicht mithalte, sei der Ausbau der Infrastruktur, egal, ob Radwege oder Abstellplätze. „In diesem Punkt sind wir etwa im Vergleich zu den Niederlanden ein Entwicklungsland.“

Obwohl das Bundesverkehrsministerium bis 2023 fast 1,46 Milliarden Euro in die Radinfrastruktur in Deutschland investieren will und auch im sächsischen Koalitionsvertrag die Aussage zu finden ist, man wolle bis 2025 den Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege im Freistaat verdoppeln, tritt Sachsen auf der Stelle. Zwar sind sämtliche Staats- und Bundesstraßen auf ihre Radwegtauglichkeit überprüft und mit einem Bedarf von 500 Kilometern Neu- und Ausbau „höchster Priorität“ versehen worden; es entstanden in den beiden vergangenen Jahren jedoch nur 16 Kilometer neue Radwege. 2021/22 sind 15,4 Kilometer vorgesehen. Wird in diesem Tempo weitergebaut, braucht der Freistaat 28 Jahre für die Realisierung seiner Radwege-Pläne.

Ein Arbeiter streicht Signalfarbe auf einen Radweg. In Sachsen sind noch 450 Kilometer zu sanieren oder komplett neu zu bauen. Geht das im bisherigen Tempo weiter, braucht man dafür 28 Jahre.
Ein Arbeiter streicht Signalfarbe auf einen Radweg. In Sachsen sind noch 450 Kilometer zu sanieren oder komplett neu zu bauen. Geht das im bisherigen Tempo weiter, braucht man dafür 28 Jahre. © dpa

Auch die Fahrradfreundlichkeit der 521 Bahnhöfe in Sachsen lässt zu wünschen übrig. Fast zwei Drittel der Stationen erhielten bei einem Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs im vorigen Jahr die Noten fünf und sechs. Unter den 50 größten Bahnhöfen erreichen nur sechs eine gute oder sehr gute Bewertung: Delitzsch, Borsdorf, Bautzen, Wurzen, Radebeul-Ost und Eilenburg. Von den 100 Fahrradparkhäusern in Deutschland stehe nicht ein einziges in Sachsen, hieß es. Dabei stellt der Club fest: „E-Bikes sorgen für einen größeren Einzugsradius um die Bahnhöfe und ermöglichen auch in topografisch anspruchsvollen Regionen die Kombination von Bahn und Rad.“

Dabei müsste Verkehrsminister Martin Dulig wissen, wie es geht. Im Sommer 2019 hatte er Utrecht und Kopenhagen besucht. Obwohl dort bereits die Hälfte der Berufstätigen mit dem Fahrrad zur Arbeit pendelt, reicht das den dänischen Stadtvätern nicht. Sie streichen Fahrspuren von Autos, bauen mehr Durchfahrtsperren für Kfz und neue Brücken über die zahlreichen Kanäle der Stadt - alles zugunsten des Radverkehrs. Dulig stellte fest: Der Wille, Kopenhagen für Radfahrer umzugestalten, sei aus der Bürgerschaft gekommen. „Von diesem Konsens, Verständnis und der optimistischen Herangehensweise könnten wir uns in Sachsen viel abschauen.“

Im Sommer 2019 besuchte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig mit Unternehmern im niederländischen Utrecht das größte Fahrradparkhaus der Welt. In Sachsen steht bis heute nicht eines.
Im Sommer 2019 besuchte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig mit Unternehmern im niederländischen Utrecht das größte Fahrradparkhaus der Welt. In Sachsen steht bis heute nicht eines. © ronaldbonss.com

Wäre es so wie in Dänemark, auch Krause freute das. Doch ehrlicherweise verweist er ungefragt auf die Kehrseite des Booms: „Bestimmte Zubehörteile sind knapp geworden, vor allem die, die in Asien produziert werden.“ Da gebe es regelrechte Engpässe, Corona wirke „als Beschleuniger des Dilemmas“. Just-In-Time funktioniere nicht mehr, „egal ob das Mikrochips sind, Displays, Dämmmaterialien für Helme oder normale Verschleißteile wie Bremsbeläge“. Sein Unternehmen habe zum Glück sehr früh und optimistisch eingekauft und in Coswig hohe Lagerkapazitäten aufgebaut. „Aber auch wir hatten Räder im Internet, die wir erst im Februar 2022 hätten liefern können.“ Das sei Kunden nicht zu vermitteln, „also haben wir alle Produkte mit solchen Lieferzeiten aus dem Online-Shop genommen“.

Wartezeiten bei Sätteln und Bremsen von einem Jahr?

Ein Nutzer des Internetportals der Dresdner Elektrofahrrad24 GmbH schreibt Ende Juni: „Wir haben im Januar ein ‚Amo Tereno‘ geordert. Liefertermin wurde schon mehrmals verschoben. Beim Nachfragen leider nur Achselzucken.“ Das Modell des Herstellers Hohe Acht in der Eifel kostet rund 4.000 Euro. Kettenblatt, Kette, Kurbelgarnitur, Schaltwerk, Schalthebel, Rahmen, GPS-Tracker und Federgabel stammen von weltgrößten Komponentenhersteller Shimano aus Japan. Der hat eine seiner wichtigsten Fabriken in Malaysia. Das Land ist jedoch gerade wieder im Lockdown, die Produktion ruht. Nach Angaben von KMC, einem ebenfalls wichtigen Komponentenhersteller aus Taiwan, beläuft sich die Zeit von der Beauftragung bis zur Bereitstellung fast aller Ersatzteile auf mittlerweile rund sechs Monate. Bei Sätteln, Bremsen und Laufrädern kalkuliert KMC sogar mit knapp einem Jahr. In der Branche wird gemunkelt, dass die Lieferketten wohl erst 2025 wieder so funktionieren werden wie vor Beginn der Corona-Pandemie.

Fahrrad-Monteur David Liebe überprüft in der Freitaler K & K-Filiale die Schaltung eines Rennrads. Die Lieferzeiten von Ersatzteilen betragen inzwischen mehrere Wochen.
Fahrrad-Monteur David Liebe überprüft in der Freitaler K & K-Filiale die Schaltung eines Rennrads. Die Lieferzeiten von Ersatzteilen betragen inzwischen mehrere Wochen. © ronaldbonss.com

Hohe Nachfrage, knappes Angebot: Die Preise für Ersatzteile liegen bereits 15 Prozent über denen vom Vorjahr. K&K-Bike-Finanzchef Krause sagt, in diesem Jahr stiegen die Kosten pro Rad, je nach Modell, wohl zwischen 100 und 500 Euro.

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Ob dabei an diebstahlsichere Abstellplätze gedacht worden ist, wurde nicht mitgeteilt.

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