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Deutschland & Welt

So viel Plastikmüll landet im Boden

In Deutschland gelangen einer Studie zufolge tonnenweise Kunststoffe in den Boden. Schuld daran ist nicht nur die Landwirtschaft.

Mikroplastik wird einer Studie zufolge größtenteils durch die Landwirtschaft freigesetzt.
Mikroplastik wird einer Studie zufolge größtenteils durch die Landwirtschaft freigesetzt. © dpa/Jens Büttner

Berlin. In Deutschland landen einer Studie zufolge jedes Jahr rund 13.000 Tonnen Plastikmüll im Boden. Die Kunststoffe, insbesondere Mikroplastik, würden größtenteils durch die Landwirtschaft freigesetzt, teilte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Montag in Berlin unter Verweis auf eine neue Untersuchung mit.

Die Studie "Kunststoffe in der Umwelt: Emissionen in landwirtschaftlich genutzte Böden" wurde vom Institut Fraunhofer UMSICHT und Ökopol im Auftrag des Nabu erstellt und ist den Angaben zufolge die erste umfassende Untersuchung dieser Art in Deutschland.

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Mit rund 9.500 Tonnen sei der größte Anteil auf Plastik-Verschmutzungen im Klärschlamm sowie in Komposten und Gärresten zurückzuführen. "Hier ist die Landwirtschaft Leidtragende der Verschmutzungen durch Dritte - beispielsweise durch Plastikfehlwürfe in der Biotonne oder durch Reifenabrieb und Textilfasern aus dem Abwasser, die in der Kläranlage im Klärschlamm gebunden werden", erklärte der Nabu.

Auch durch mit synthetischen Polymeren bearbeitete Düngemittel, Bodenverbesserer, Pflanzenschutzmittel und Saatgut sowie im kleineren Ausmaß durch zerfallende Agrarfolien oder Kunststoff-Kleinteile wie Pflanzhilfen gelange Plastik in den Boden. Weitere 5.800 Tonnen an Plastikabfällen würden von außen auf landwirtschaftlich genutzte Flächen geweht.

"Mikroplastik im Boden ist nicht rückholbar und kann Jahrhunderte in der Natur verbleiben", erklärte der Nabu. So könnten hohe Konzentrationen an Kunststoff im Boden das Pflanzenwachstum hemmen und Plastikpartikel in Nanogröße von Pflanzenwurzeln aufgenommen werden. (epd)

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