SZ + Wirtschaft
Merken

VW plant ab Sommer 1.400 E-Autos pro Tag aus Zwickau

Der Umbau bei Volkswagen geht weiter: Stefan Loth wird neuer Chef von VW Sachsen - und eine dritte Schicht im Zwickauer Werk kommt.

Von Nora Miethke
 2 Min.
Teilen
Folgen
Stefan Loth wird Chef der Geschäftsführung von VW Sachsen.
Stefan Loth wird Chef der Geschäftsführung von VW Sachsen. ©  PR

Mit dem Umbau im Vorstand der Marke Volkswagen (VW) sind auch Veränderungen in der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen verbunden. Nach dem Wechsel von Thomas Ulbrich zum neuen Markenvorstand für „Technische Entwicklung“ gibt er die Vorsitzenden-Funktion in der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen an Stefan Loth ab, der seit Jahresbeginn Geschäftsführer Technik und Logistik ist.

Diese Personalentscheidung hat der Aufsichtsrat von VW Sachsen am Donnerstag beschlossen. An der Spitze des Aufsichtsrats sind Christian Vollmer, Produktionsvorstand der Marke VW und Gesamtbetriebsratschef Jens Rothe .

Loth ist promovierter Maschinenbau-Ingenieur und begann seine Berufslaufbahn 1997 bei Ford. 2006 kam er zu VW. Vor seinem Wechsel nach Zwickau Anfang dieses Jahres war Loth fünf Jahre lang Leiter Werk und Fahrzeugbau in Wolfsburg.

Ab Sommer sollen täglich 1400 Fahrzeuge im E-Auto-Werk von VW in Zwickau vom Band laufen.
Ab Sommer sollen täglich 1400 Fahrzeuge im E-Auto-Werk von VW in Zwickau vom Band laufen. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa (Archiv)

Unter desssen forciert VW Sachsen die Produktion seiner vollelektrischen Fahrzeuge im Werk Zwickau. Seit vergangenem Oktober befindet sich auch die weitgehend umgebaute zweite Montagehalle (Halle 6) im Hochlauf.

Mitte April kommt dort nun planmäßig die dritte Schicht dazu.Ziel ist es, im Sommer die geplanten mehr als 1400 Fahrzeuge pro Arbeitstag in Zwickau zu produzieren. „Wir sind enorm gut ins Jahr gestartet und steigern jede Woche die Stückzahlen. Die geplante Kammlinie ist schon in Sichtweite“, betont der neue Chef. In den folgenden Monaten sind noch vier Produktionsanläufe von Elektro-Fahrzeugen der Marken Audi, Cupra und Volkswagen in Zwickau geplant.

Das Werk in Zwickau spielt für den Systemwechsel eine Schlüsselrolle: Erstmals wird eine große Autofabrik komplett auf die Elektromobilität umgerüstet. Mehr als 8.000 Mitarbeiter wurden intensiv auf den Umgang mit Hochvoltsystemen geschult. Alle Umbauten werden plangemäß dieses Jahres abgeschlossen sein.