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Ausbaupläne für Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig werden konkreter

Immer wieder gab es Kritik an den Ausbauplänen der Deutschen Bahn für die Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz. Am Montag wurde über Lösungen diskutiert - mit ersten Ergebnissen.

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Die Ausbaupläne der Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz sind etwas konkreter geworden.
Die Ausbaupläne der Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz sind etwas konkreter geworden. © dpa-Zentralbild

Chemnitz/Leipzig. Die Pläne zum Ausbau der Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig werden konkreter. Am Montag diskutierten 35 Vertreter aus der Bahnbrache, der Politik und von Interessenverbänden über die Ausbaupläne des Abschnitts zwischen Chemnitz und Geithain.

Im Vorfeld gab es immer wieder Kritik an den Plänen der DB, die die Strecke zweigleisig bauen wollte. Das hätte den Umbau von zwei eingleisig verlaufenden Brücken bei Chemnitz und Burgstädt bedeutet. Und eine zeitliche Verlängerung des Ausbaus der Strecke.

Abschnitt soll bis 2029 fertig sein

"Es ist möglich, eine attraktive Verbindung mit 30-Minuten-Takt, Regional- und Fernverkehr zu schaffen, ohne die beiden Brücken zweigleisig auszubauen", sagt Mathias Korda, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS). Darauf habe man sich nun geeinigt. Möglich werde das mit genügend Gleisen und Ausweichmöglichkeiten für Züge vor den beiden Brücken. Die VMS habe der DB einen Änderungskatalog für die Strecke überreicht, der mehrheitlich berücksichtigt wurde.

Damit wäre es möglich, den Zeitplan der DB für den Ausbau des Südabschnittes bis Geithain bis Ende 2029 zu halten. "Die Ausbaustrecke Leipzig-Chemnitz ist für den Freistaat eines der wichtigsten Schienen-Bauvorhaben", sagt Stephan Berger, Leiter Abteilung Mobilität im Verkehrsministerium. "Auch nach abgeschlossener Vorplanung wird der Freistaat weiterhin Planungsmittel bereitstellen." Man wolle die besprochenen Schritte nun schnell umsetzen.

Die Bahn plant, elektrisch betriebene Züge in einem dichteren Takt fahren zu lassen. So sollen Fahrzeiten kürzer werden. Durch die Elektrifizierung der Strecke könnten 9.500 Tonnen CO₂ eingespart werden, so die Bahn. (SZ)