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Zuspruch für Pappritzer Wildgärtnerin

Kirshnee Pillay hat unerlaubt öffentliches Grün gestaltet. Die Stadt fordert Räumung, doch viele Dresdner sehen das anders.

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© René Meinig

Mit dieser Resonanz hatte Kirshnee Pillay nicht gerechnet. Nachdem die SZ am Donnerstag darüber berichtet hatte, dass die gebürtige Südafrikanerin eine städtische Grünfläche neben ihrem Pappritzer Haus bepflanzt hatte und die Stadt diese nun beräumen lassen will, stand ihr Telefon nicht mehr still. „Kunden riefen mich an und erklärten, dass sie hinter mir stehen“ sagt die selbstständige Sprachtrainerin. Auch viele Pappritzer kamen vorbei und wollten ihren Namen auf weitere Unterschriftenlisten setzen, damit Pillays Stück Grün mit dem Granitelefanten erhalten bleiben darf. Das Straßen- und Tiefbauamt hatte ihr eine Frist bis zum 30. September gesetzt, bis zu dieser Pillay Pflanzen und Dekoration beseitigen muss. Allerdings hat sich Hochland-Ortsvorsteherin Daniela Walter (CDU) bereits an die Stadt gewandt, um den Termin auszusetzen. Auch der Ortschaftsrat habe ein Wörtchen mitzureden.

Auf SZ-online haben mehr als 50 Leser ihr Unverständnis über die Haltung der Stadt ausgedrückt. „Ist es eigentlich nicht gewollt, dass sich der Bürger in die Gesellschaft einbringt und privates Geld einsetzt, um öffentliches zu sparen?“, fragt zum Beispiel René Lo. (SZ/kh)