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32 neue Seniorenwohnungen in Bautzen

Die Wohnungsgenossenschaft Aufbau saniert ein Haus im Osten der Stadt. Nächstes Jahr soll es bezugsbereit sein. Im und am Gebäude ändert sich bis dahin viel.

In der Johannes-R.-Becher-Straße in Bautzen wird ein Haus saniert. 32 Seniorenwohnungen sollen auf diese Weise entstehen, berichten Katrin Bartsch und Falko Glück von der Wohnungsgenossenschaft Aufbau sowie Architekt Axel Jäkel (Mitte).
In der Johannes-R.-Becher-Straße in Bautzen wird ein Haus saniert. 32 Seniorenwohnungen sollen auf diese Weise entstehen, berichten Katrin Bartsch und Falko Glück von der Wohnungsgenossenschaft Aufbau sowie Architekt Axel Jäkel (Mitte). © Steffen Unger

Bautzen. Der Auszug sei einigen Mieterinnen und Mietern schwergefallen, sagt Falko Glück, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Wohnungsgenossenschaft Aufbau Bautzen. „Einige sind schon 1961 eingezogen; die wussten quasi noch, wo welcher Stein verbaut ist“, sagt er. Gemeinsam mit Katrin Bartsch von der Wohnungsgenossenschaft Aufbau und dem Architekten Axel Jäkel steht er in der Johannes-R.-Becher-Straße in Bautzen. Vor den dreien: Der Häuserblock mit den Nummern 18 bis 24.

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Die Fenster des Wohnhauses sind schwarz, allesamt. In keinem erstrahlt ein Licht, in keinem zieren Blumen oder Vorhänge die Scheiben. Dabei war das eben vor Kurzem noch ganz anders. Aber die Mieterinnen und Mieter mussten aus gutem Grund ausziehen: Die Wohnungsgenossenschaft hat hier Großes vor. Sie will das Gebäude komplett sanieren – „und in bewohntem Zustand wäre das nicht möglich gewesen“, sagt Falko Glück.

Anderthalb Jahre Bauzeit geplant

Insgesamt 32 seniorengerechte Wohnungen sollen hier entstehen. Anderthalb Jahre lang sollen hier Wände herausgerissen, Fußböden durch neue ersetzt, die Elektrizität komplett neu gemacht werden. Die Küchen sollen größer werden, ebenso die Bäder. Das Ziel: Auch mit einem Rollator, beispielsweise, sollen sich die Bewohnerinnen und Bewohner gut bewegen können. Ebenerdige Duschen sollen eingebaut werden. Die Schwellen in den Wohnungen sollen verschwinden. Auch die Balkone sollen fast ebenerdig erreichbar sein.

„Außerdem werden zwei Aufzüge angebaut“, erklärt Falko Glück. „Die werden dann über Laubengänge mit den Wohnungen verbunden.“ Beim Häuserblock nebenan hat die Genossenschaft das ähnlich umgesetzt – hier ist bereits vor ein paar Jahren saniert worden.

Aus Drei- werden Zwei-Raum-Wohnungen

Damit das alles möglich ist, werden die Grundrisse der Wohnungen verändert. „Bisher gab es in diesem Block 32 Wohnungen mit jeweils drei Räumen“, sagt Katrin Bartsch. „In der Zukunft sollen die Wohnungen nur noch zwei Zimmer haben.“

Insgesamt 3,1 Millionen Euro will die Genossenschaft in das Projekt investieren. Fördermittel für Senioren-Wohnen gibt es dabei vom Freistaat. Was genau die Wohnungen an Miete kosten werden, ist noch unklar. Das hänge am Ende auch vom Baupreis ab. „Die Kaltmiete wird aber etwa bei sieben Euro liegen“, sagt Falko Glück.

Die Abbrucharbeiten haben bereits begonnen. Im Sommer 2022 sollen, wenn alles glatt geht, die ersten Leute einziehen können. Warum das alles gemacht wird? „Der Bedarf an Seniorenwohnungen in Bautzen ist groß“, sagt Falko Glück. „Immer wieder fragen bei uns Leute nach.“ Häufig bekomme er zu hören: „Es gibt zu wenig barrierearmen Wohnraum.“ Das wolle die Wohnungsgenossenschaft Aufbau durch das Projekt ändern.

Einkaufsmarkt und Arztpraxis in der Nähe

Vor allem der Standort in der Johannes-R.-Becher-Straße biete dafür gute Voraussetzungen. „Die Infrastruktur hier eignet sich dafür“, sagt Falko Glück. „Es gibt in der Nähe eine Arztpraxis und eine Einkaufsmöglichkeit im Wohngebiet.“ Auch der Bus fahre in der Nähe ab.

Dass Seniorenwohnraum in Bautzen gerade gefragt ist, wissen auch andere. So errichtet zum Beispiel die Wohnquartier LISA GmbH gerade in der Töpferstraße, auf dem Gelände der ehemaligen Zentrum-Garagen und dem Areal des ehemaligen Lausitzer Druckhauses, ein Quartier für betreutes Wohnen. Auch dieses Projekt soll 2022 fertiggestellt werden – wenn auch eher Ende des Jahres.

Und auch die Wohnungsgenossenschaft Aufbau hat schon das nächste Projekt im Visier. So will sie ebenfalls noch in diesem Jahr in der Hegelstraße 18 bis 22 Aufzüge anbauen.

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