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Corona-Regeln: Wo in Dresden Alkoholverbot gilt

Die Stadt setzt die Regeln der Corona-Notfall-Verordnung um. Wo und wann ab Donnerstag nicht mehr in der Öffentlichkeit getrunken werden darf.

Von Christoph Springer
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Laut der Stadt Dresden ist es hier vor der Altmarktgalerie bald mit dem Glühweinausschank vorbei.
Laut der Stadt Dresden ist es hier vor der Altmarktgalerie bald mit dem Glühweinausschank vorbei. © SZ/Christoph Springer

Dresden. Die Stadt hat festgelegt, wo kein Alkohol mehr im Freien getrunken werden darf. Das Ergebnis: Es sind mehr Flächen als im Lockdown Ende 2020/Anfang 2021. Die Kern-Verbotszone reicht wie damals vom Hauptbahnhof über die gesamte Altstadt bis hinüber in die Neustadt. Doch es gibt zusätzliche Verbotsbereiche.

Basis der Regelung ist die aktuelle Corona-Notfall-Verordnung. Demnach sollen der Ausschank und das Trinken von Alkohol begrenzt werden, um nicht notwendige Kontakte zu reduzieren. Das Ziel: Corona bremsen und eine Überlastung der Krankenhäuser und Arztpraxen verhindern. Die neue Verfügung gilt ab diesem Donnerstag täglich zwischen 20 und 6 Uhr.

Die Verbotszone beginnt am Hauptbahnhof bereits an der Bayrischen Straße und reicht über die gesamte Prager Straße bis zur Waisenhausstraße. Verboten sind Ausschank und das Trinken im Freien auch in der gesamten Innenstadt samt dem Bereich um den Zwinger und der Augustusbrücke. Auf Neustädter Elbseite reicht das Sperrgebiet von der Großen Meißner Straße bis zum Albertplatz, die komplette Hauptstraße gehört dazu und der Bereich zwischen Hauptstraße und Königstraße. Daran schließen sich die Äußere Neustadt und das Hechtviertel mit wenigen Ausnahmen an.

Neu ist dieses Mal auch, dass der komplette Große Garten mit allen Biergärten zu den Verbotszonen gehört.

Zusätzlich gilt im gesamten Stadtgebiet, dass zwischen 20 und 6 Uhr, also nachts, vor Gaststätten, Bars, Imbissläden und Biergärten kein Alkohol getrunken werden darf. Auch nicht auf Sport- und Spielflächen, an Haltestellen, vor Bahnhöfen und auf Parkplätzen. Tabuzonen sind außerdem Parks, Grün- und Freizeitanlagen sowie Privatflächen, die für jedermann zugänglich sind. Das schließt Zugänge zu Einkaufszentren ein.

Der Verkauf von alkoholischen Getränken ist ebenfalls zwischen 20 und 6 Uhr in ganz Dresden nur in verschlossenen und mitnahmefähigen Gefäßen erlaubt, wie es in der Verfügung weiter heißt.

Das schließt ebenfalls den Verkauf alkoholischer Heißgetränke zum Verzehr unter freiem Himmel ein, zum Beispiel Glühwein. Ausnahme bilden die Außenbereiche von Restaurants, sofern dort auf 2G kontrolliert wird und die Kontaktdaten der Kunden erfasst werden. Das bedeutet auch das Aus für den kleinen Weihnachtsmarkt auf der Altmarkt-Seite der Altmarktgalerie. "Der Ausschank von alkoholischen Heißgetränken unter freiem Himmel, außerhalb von Gastronomiebetrieben, die nur mit dem Nachweis von 2G und Kontakterfassung aufgesucht werden dürfen, ist ganztägig untersagt", teilt die Stadtverwaltung mit. Damit solle "Verdrängungseffekten" wegen geschlossener Weihnachtsmärkte vorgebeugt werden.

Wer gegen die Verfügung verstößt, muss mit einem Bußgeld von 25.000 Euro oder einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen.