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Wird Corona zur Privatsache, Frau Köpping?

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping spricht im CoronaCast über das Hin und Her bei der Quarantäne, die Impfpflicht ab 60 und das Lockern trotz hoher Infektionszahlen.

Von Fabian Deicke
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Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) ist zu Gast im CoronaCast bei Sächsische.de.
Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) ist zu Gast im CoronaCast bei Sächsische.de. © [M] Thomas Kretschel/Sächsische.de

Dresden. In Sachsen gelten seit dem 3. April bis auf einige Basisregeln keine Corona-Maßnahmen mehr. Umgekehrt arbeiten jedoch Labore am Limit und melden zuletzt wöchentlich Positivraten auf Rekordniveau. Wie passt das alles zusammen - das Lockern in Anbetracht eines zuvor nie da gewesenen Infektionsgeschehens?

Im Podcast CoronaCast bei Sächsische.de spricht Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) über die Gründe für den aktuellen Kurs des Lockerns. Außerdem bewertet die für Gesundheit zuständige Ministerin das Hin und Her der vergangenen Tage bei der Frage zu einer freiwilligen Quarantäne ab Mai und wie sie zur am Donnerstag bevorstehenden Abstimmung im Bundestag zur Impfpflicht ab 60 Jahren steht.

Das Gespräch hören Sie über den hier eingebetteten Player. Nachfolgend die Kernfragen- und Antworten des Interviews.

Rückzug der freiwilligen Quarantäne: Ein richtiger Schritt?

Nachdem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Montag die Pläne für ein Auslaufen der Isolationspflicht für Infizierte ab Mai vorgestellt hatte, sorgten die Aussagen für Diskussionen und Kritik. Schließlich zog Lauterbach am Mittwoch offiziell die Pläne zurück und räumte einen Fehler.

"Ich bin sehr froh, dass Herr Lauterbach an dieser Stelle einen Rückzug gemacht hat und sagt: 'Nein, positiv Getestet werden weiter verbindlich fünf Tage in Quarantäne gehen müssen'", sagt Köpping im Podcast bei Sächsische.de.

Werden die geplanten Quarantäneregeln später kommen?

Ob es künftig erneut einen Vorstoß geben werde für eine freiwillige Quarantäne, sei Köppings Einschätzung nach gegenwärtig nicht absehbar. "Die Pandemie verläuft nicht geradlinig, es kann auch wieder gefährlichere Mutationen geben." Man müsse deshalb eher situativ über eine solche Frage entscheiden.

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