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Über Härten zu Weihnachten und Silvester

Vieles ist in diesen Tagen wegen Corona nicht erlaubt. Die Folgen sind aber nicht nur schlecht. Unsere Lockdown-Kolumne.

Weihnachten war doch weniger hart als gedacht. Und Silvester wird spannend.
Weihnachten war doch weniger hart als gedacht. Und Silvester wird spannend. © Bildstelle

Dresden. Haben Sie es auch hinter sich? Das härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt hat? Armin Laschet, der CDU-Ministerpräsident aus Nordrhein-Westfalen, hat das Fest so bezeichnet.

Dafür hat er ordentlich Prügel bekommen. Und so schlimm war es am Ende gar nicht, richtig? Längst nicht das härteste Weihnachten der Nachkriegszeit und ja vielleicht auch nicht so hart, wie wir alle vor Weihnachten gedacht haben.

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Weihnachtsstress an der Ladentheke? Zum Glück.

Es gab doch Geschenke, trotz geschlossener Geschäfte seit Mitte Dezember. Es gab Weihnachtsbäume, Festessen und Familientreffen. Es gab sogar den weihnachtsüblichen Stress an den Ladentheken, an denen schnell noch besondere Leckerbissen fürs Fest beschafft werden mussten.

Kurz vor knapp. Im Fernsehen knackte Aschenbrödel wieder viel mehr als nur drei Haselnüsse, Sissi fiel dem Franzl in die Arme und Kevin war wie immer allein zu Haus. Weihnachten, wie immer?

Na gut, nicht ganz. Die Corona-Zahlen wurden uns auch an den stillen Tagen gemeldet, das Virus war Gesprächsthema beim Gänsebraten und der Gedanke, dass der Lockdown doch länger als bis zum 10. Januar dauern könnte, setzte sich im Kopf fest.

Doch vielleicht bleibt hängen: Der Weihnachtsstress war nicht ganz so schlimm, wie in den vergangenen Jahren. Manches Treffen, das ausfallen musste, könnte vielleicht auch bei den nächsten Weihnachtsfesten ausfallen, weil es eben doch mehr oder weniger nur Pflichtübung war. Weniger Geschenke machen auch Spaß. Und mehr Ruhe tut sowieso gut.

Ein stilles Silvester ist auch interessant

Nun kommt Silvester und wieder wird es ganz anders, als wir es kennen. Zwar gibt es keine strenge Ausgangsbeschränkung in der Silvesternacht. Aber Partys sind nicht erlaubt und die Knallerei muss ausfallen.

Auch gut? Nicht ganz. Eine tolle Party mit Freunden passt zu Silvester. Und ein Feuerwerk auch. Aber eben nur eines.

Dagegen, dass jeder so viel knallt, wie der Geldbeutel hergibt, spricht schon der Feuerwerksmüll auf den Straßen am nächsten Morgen. Und vielleicht bekommen Tiere ja wirklich Angst bei der vielen Knallerei.

In diesem Jahr haben sie Ruhe. Und wir alle auch. Mehr, als uns lieb ist. Aber so ein stilles Silvester ist auch ein interessantes Erlebnis. Ohne Covid-19 hätten es das nie gegeben. Das ist gewiss kein Grund, dem Virus dankbar zu sein. Aber es wird auf jeden Fall ein spannender Jahreswechsel.

An dieser Stelle schreiben Redakteure der Dresdner Stadtredaktion aus ganz persönlicher Sicht über Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag im Lockdown.

Auf Sächsische.de möchten wir ganz unterschiedliche Erfahrungsberichte von Corona-Infizierten aus Dresden teilen. Wenn Sie die Erkrankung bereits überstanden haben und uns davon erzählen möchten, schreiben Sie uns an [email protected]ächsische.de.

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