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Kreis Görlitz: Elf weitere Corona-Tote

So viele wurden zuletzt im Februar vermeldet. Auch auf den Intensivstationen sind weiterhin alle Betten belegt. Die Pandemie geht nicht zurück.

Von Sebastian Beutler
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Wie hier im Krankenhaus Ebersbach (Landkreis Görlitz) arbeiten auch in Görlitz die Kliniken am Limit.
Wie hier im Krankenhaus Ebersbach (Landkreis Görlitz) arbeiten auch in Görlitz die Kliniken am Limit. © Archiv/Matthias Weber

Die Zahl der Corona-Todesopfer steigt im Landkreis Görlitz wieder stark an. So verzeichnete das Kreis-Gesundheitsamt in der Zeit vom 11. bis 28. November zusätzlich zu den bereits gemeldeten Todeszahlen weitere elf Opfer. Das ist seit 13. Februar die höchste Zahl an Todesopfern während der Pandemie, die an einem Tag im Kreis Görlitz vermeldet wurden.

Es handelt sich um neun Frauen im Alter von 51 und 98 Jahren sowie um zwei Männer im Alter von 59 und 84 Jahren. Sie lebten in den Gemeinden Dürrhennersdorf, Hähnichen, Neusalza-Spremberg, Oderwitz, Weißkeißel sowie in den Städten Zittau (zwei), Löbau (zwei), Weißwasser und Ebersbach-Neugersdorf. Insgesamt sind bislang 1.242 Einwohner des Landkreises Görlitz in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt mit 933 am Dienstag ebenfalls sehr hoch, darunter sind 224 Kinder. Die Inzidenzwerte vom Landkreis und vom Robert-Koch-Institut unterscheiden sich gravierend. Das Kreis-Gesundheitsamt berechnete 2.082, das RKI 1.086. Welche näher der Wahrheit kommt, ist derzeit für Außenstehende nicht zu beurteilen.

In den Kliniken im Kreis Görlitz liegen 189 Corona-Patienten, 30 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. 84 Patienten der Normalstation und 23 Patienten der ITS sind nach Angaben der Krankenhäuser ungeimpft. Die Altersspanne der auf ITS behandelten Personen liegt zwischen 31 und 90 Jahren.