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Keine Belege für Todesfälle durch Corona-Schutzimpfung in Dresden

Das Dresdner Gesundheitsamt hat mehrere Obduktionen veranlasst, um zu klären, ob die Corona-Impfung für das Ableben verantwortlich war. Die Ergebnisse sind nun veröffentlicht worden.

Von Sandro Rahrisch
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Das Dresdner Gesundheitsamt hat in mehreren Todesfällen Obduktionen veranlasst, da Menschen kurz nach einer Corona-Schutzimpfung starben.
Das Dresdner Gesundheitsamt hat in mehreren Todesfällen Obduktionen veranlasst, da Menschen kurz nach einer Corona-Schutzimpfung starben. © Alastair Grant/AP/dpa (Archivbild)

Dresden. Hirnvenenthrombosen, Lähmungen, Autoimmunerkrankungen: Bei vielen Menschen überwiegt die Furcht vor Impfschäden bis heute, unabhängig davon, wie selten sie auftreten. Zur Abklärung möglicher tödlicher Impfschäden hat das Dresdner Gesundheitsamt im vergangenen Jahr insgesamt fünf Obduktionen veranlasst, über deren Ergebnisse die Stadtverwaltung nun erstmals öffentlich informiert.

Keine tödlichen Impfreaktionen festgestellt

Untersucht wurden die Leichname von vier Männern im Alter von 50 bis 80 Jahren sowie einer Frau im Alter von 50 bis 60 Jahren. Sie starben im Januar, Februar, August und September und wurden obduziert, um mögliche tödliche Corona-Impfkomplikationen abzuklären, teilt das Gesundheitsamt auf Anfrage des AfD-Stadtrats Heiko Müller mit.

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Drei Verstorbene erhielten vor ihrem Ableben den Biontech-Impfstoff und einer das Vakzin von Astrazeneca. Im fünften Sterbefall ist der verabreichte Impfstoff unbekannt.

Bei zwei Männern und einer Frau ergaben die Sektionen, die von der Rechtsmedizin der TU Dresden durchgeführt wurden, eine natürliche Todesursache. In einem Fall habe die Todesursache aufgrund der bereits fortgeschrittenen Fäulnisveränderungen nicht geklärt werden können. Im fünften Fall habe die Todesart ebenfalls nicht zweifelsfrei festgestellt werden können.

"Eine tödliche Sars-Cov-2-lmpfkomplikation, welche als nicht natürlicher Tod einzuordnen wäre, wurde in keinem der Sektionsfälle festgestellt", fasst das Gesundheitsamt die Ergebnisse zusammen.

Fast alle Geimpften haben Impfreaktionen

Impfschäden sind bei keinem der aktuell in Deutschland verabreichten Corona-Impfstoffe auszuschließen. Darüber werden Patienten vor der Impfung über ein Merkblatt des Robert-Koch-Instituts und des Deutschen Grünen Kreuzes aufgeklärt. Dabei sind meist nur kurzzeitig andauernde Impfreaktionen direkt nach der Injektion von Komplikationen zu unterscheiden, die tödlich ausgehen können.

Zu den häufigsten eher harmlosen Impfreaktionen beim Biontech-Impfstoff gehören Schmerzen an der Einstichstelle (bei über 80 Prozent der Personen), Müdigkeit (mehr als 60 Prozent), Kopfschmerzen (mehr als 50 Prozent) und Muskelschmerzen (über 40 Prozent).

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Als mögliche Komplikationen werden im Aufklärungsmerkblatt unter anderem allergische Schocks genannt, die eine sofortige medizinische Hilfe erfordern. Daher wird Geimpften geraten, nach der Injektion noch 15 Minuten beim Arzt zu warten. In sehr wenigen Fällen sind außerdem Herzmuskel -und Herzbeutelentzündungen aufgetreten, die größtenteils mild bis moderat verliefen. Bei einem kleinen Teil der betroffenen Patienten verlief die Erkrankung schwer. Einzelne Personen starben.

Die gesamte Antwort auf die Stadtratsanfrage finden Sie hier.

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