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Dippoldiswalde

Glashütter Rat legt Wahltermin fest

Nun ist es beschlossene Sache: Der neue Bürgermeister wird zusammen mit dem Bundestag gewählt. Bis jetzt gibt es einen Bewerber dafür.

Am 26. September entscheiden die Glashütter, wer als neuer Chef ins Rathaus einzieht. Sollte an diesem Tag keine Entscheidung fallen, gibt es einen zweiten Wahlgang.
Am 26. September entscheiden die Glashütter, wer als neuer Chef ins Rathaus einzieht. Sollte an diesem Tag keine Entscheidung fallen, gibt es einen zweiten Wahlgang. © Egbert Kamprath

Die Glashütter werden in diesem Jahr maximal zwei- und nicht dreimal an die Wahlurne gerufen. Das hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag in Erbgericht Reinhardtsgrimma einstimmig beschlossen. Demnach wird der neue Bürgermeister am 26. September, also zeitgleich mit dem Bundestag, gewählt.

Für diesen Wahltermin hatten sich im Vorfeld die Mehrheit der Stadträte ausgesprochen. Auch Bürgermeister Markus Dreßler (CDU), der im Sommer nach Pirna wechselt und damit den Platz im Rathaus frei macht, sprach sich für diesen Termin aus. Aus Sicht der Verwaltung reicht die Zeit aus, um diese Wahl vorzubereiten.

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Wenn beide Wahlen parallel stattfinden, könne man davon ausgehen, dass die Wahlbeteiligung größer sein wird, erklärte Dreßler. Zudem halte man so den personellen und finanziellen Aufwand in Grenzen.

Glashüttes Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) wechselt am 1. Juli als Beigeordneter nach Pirna. Deshalb braucht die Uhrenstadt ein neues Stadtoberhaupt.
Glashüttes Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) wechselt am 1. Juli als Beigeordneter nach Pirna. Deshalb braucht die Uhrenstadt ein neues Stadtoberhaupt. © Egbert Kamprath

Denn für eine Wahl werden rund 100 Wahlhelfer benötigt. Schon jetzt sei es nicht gerade einfach, die Wahllokale für die Bundestagswahl zu besetzen. "Die Verwaltung hat die Erfahrung gemacht, dass immer weniger Bürger bereit sind, in den Wahllokalen mitzuarbeiten", heißt es in der Vorlage der Verwaltung. "Aktuell gibt es bereits zahlreiche Absagen von langjährigen Wahlhelfern." Mit dem Personal der Verwaltung seien diese Stellen nicht abzusichern.

Das kosten die Wahlen in Glashütte (Vergleich)

  • Bundestagswahl am 26. Oktober: 12.000 Euro; Erstattung 7.000 Euro
  • separate Bürgermeisterwahl, 1. Wahlgang: 13.000 Euro; Erstattung: 0
  • Bundestags- und Bürgermeisterwahl (1. WG): 14.000 Euro; Erstattung 4.000 Euro
  • Bürgermeisterwahl, 2. Wahlgang: 12.000 Euro; Erstattung: 0

Ein separater Wahltermin, wie von einigen Stadträten im Vorfeld gefordert, würde zusätzliche Kosten in Höhe von rund 10.000 Euro verursachen. Die Argumente überzeugten auch Stadtrat Steffen Barthel (Wählervereinigung Johnsbach), der zu den Befürwortern eines separaten Bürgermeisterwahltermins gehörte.

Der Aufwand und die Kosten, die mit einem separaten Wahlgang verbunden wären, veranlassten ihn, für den 26. September zu stimmen. Er gehe aber davon aus, dass es im ersten Wahlgang keine Entscheidung gibt und ein zweiter notwendig wird. Der werde dann - so seine Überzeugung - ganz im Zeichen der Glashütter Themen stehen.

Zweiter Wahltag fällt auf Ferienbeginn

Auch zu diesem Termin sollte sich der Stadtrat verständigen. Erreicht am 26. September keiner der Bewerber die absolute Mehrheit, soll es am 17. Oktober den zweiten Wahlgang geben, so der Vorschlag der Verwaltung. Stadtrat Helmut Wagner (Wählervereinigung Zeitlos) gab zu bedenken, dass dieser Tag auf den Beginn der Herbstferien in Sachsen falle. Für die Wahlhelfer sei das nicht günstig.

Dem stimmte Dreßler zu. Doch aus organisatorischen Gründen plädiere man dafür. Zwar hätte der zweite Wahlgang bereits zwei Wochen nach dem ersten stattfinden können. Die Wähler hätten dann nur fünf Tage Zeit für die Briefwahl. Das sei vergleichsweise wenig. Wer am Wahlwochensonntag in den Urlaub fahren wolle, könne seinen Kandidaten per Briefwahl wählen. Auch das überzeugte den Stadtrat.

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Für die Bürgermeisterwahl gibt es mit Sven Gleißberg einen Kandidaten. Der Parteilose wird nach eigenem Bekunden von der CDU und der Wählergemeinschaft Schlottwitz unterstützt. Dem Vernehmen nach wird es mindestens zwei weitere Kandidaten geben.

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