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Dresden

Dresden freut sich über friedliche BRN

Nach der Polizei zeigt sich auch die Stadtverwaltung zufrieden mit dem Verlauf des Stadtteilfestes.  Ganz ohne Einsätze verlief das Wochenende aber nicht. 

Insgesamt rund 1000 Polizisten sicherten das Stadtteilfest am Wochenende ab.
Insgesamt rund 1000 Polizisten sicherten das Stadtteilfest am Wochenende ab. © René Meinig

Die Stadt Dresden hat eine positive Bilanz zur "Bunten Republik Neustadt" gezogen. Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel sprach in einer Mitteilung von einem "friedlichen und bunten Stadtteilfest". Er dankte der Polizei und den 100 Mitarbeitern seines Ordnungsamtes für die Man-Power, die für Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit gesorgt hätten. Sittels Angaben zufolge mussten neun Fahrzeuge abgeschleppt werden, zudem seien 66 Verkehrsordnungswidrigkeiten auf dem BRN-Areal erfasst worden.

Weniger positiv: Es gab etliche Einsätze wegen nächtlicher Ruhestörungen, auch zu einigen Schlägereien sei es gekommen. Das DRK rückte am Festwochenende zu 73 Einsätzen aus, 23 Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Etlichen davon setzte die Mischung von alkoholischen Getränken und heißen Temperaturen zu. Die Dresdner Berufsfeuerwehr rückte elf Mal aus, was nach Rathausangaben festtypisch und unauffällig sei.

Der eine oder andere Festbesucher wird sich noch beim städtischen Fundbüro einfinden, denn das bekam im Zuge der BRN allerhand Zuwachs: Handys, Personalausweise, Führerscheine, Geldkarten und ganze Portemonnaies gingen beim Feiern in der Neustadt verloren. 

Auch die Polizei hatte „im Ganzen betrachtet“ eine friedliche BRN bilanziert. Bis Sonntagnachmittag stellten die Beamten dennoch 89 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten fest. Im Einzelnen waren das 43 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, elf Körperverletzungsdelikte, zwölf Diebstähle, vier Beleidigungen und vier Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte. Sieben BRN-Besucher hatten zudem nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände bei sich.

Bereits in der Nacht zum Samstag hatten mehrere Menschen ein leer stehendes Haus an der Königsbrücker Straße symbolisch besetzt, um so auf die Wohnungsknappheit aufmerksam zu machen. Die Polizei entfernte am Sonntagnachmittag Banner und schloss Fenster und Türen des Gebäudes.

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Die "Bunte Republik Neustadt" wurde im Juni 1990 als alternativer Staat proklamiert und seither mit einem der größten Stadtteilfeste gefeiert. In der Vergangenheit kamen jeweils mehr als 100.000 Menschen, besonders Anfang der 2000er-Jahre kam es am Rande der BRN allerdings auch zu teils heftigen Krawallen. (SZ/mja mit dpa) 

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