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Erster Erfolg der DSC-Volleyballerinnen

Der Pokalsieger setzt sich letztlich ungefährdet in Suhl durch. Die Befürchtung des Trainers bewahrheitet sich nicht.

Lena Stigrot (M.) führt die DSC-Volleyballerinnen als neue Kapitänin durch die Saison. Die 25-Jährige konnte mit ihren Kolleginnen den ersten Saisonsieg bejubeln.
Lena Stigrot (M.) führt die DSC-Volleyballerinnen als neue Kapitänin durch die Saison. Die 25-Jährige konnte mit ihren Kolleginnen den ersten Saisonsieg bejubeln. © Lutz Hentschel

Dresden. Die Volleyballerinnen des Dresdner SC konnten am Samstag den ersten Pflichtspielsieg der neuen Saison feiern. Nach den beiden 0:3-Niederlagen gegen Schwerin im Supercup und zum Bundesligastart beim SC Potsdam setzten sich die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl beim VfB Suhl sich vor 450 Zuschauern mit 3:1-Sätzen (25:16, 25:21, 23:25, 25:17) durch. 

Das spielfreie Wochenende zuvor hat dem deutschen Pokalsieger offenbar weniger geschadet, als von Waibl befürchtet. Nachdem sein Team in der Vorbereitung für 14 Tage in Quarantäne musste und damit sieben der insgesamt zehn Testspiele absagen musste, hatte der dienstälteste Coach der Frauen-Bundesliga einen erheblichen Wettbewerbsnachteil seiner Mannschaft beklagt. „Wir müssten jetzt unbedingt spielen, wir brauchen Wettkämpfe“, sagte der gebürtige Stuttgarter. 

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Allerdings hat er die spielfreie Zeit genutzt, um im Training speziell an der Feinabstimmung zu arbeiten. Der Chefcoach sieht trotz sportlicher Unwägbarkeiten ein immenses Potenzial in seinem neuen Team: „Die Saison wird gut werden, wir werden um Meisterschaften spielen, das ist sicher", meinte der 52-Jährige - und fügte hinzu: "Wenn wir es coronabedingt denn dürfen."

Neuzugänge steigern sich mit dem Team

Beim deutlich verstärkten VfB Suhl zeigten die DSC-Frauen bereits eine Steigerung. „Das war ein deutlicher Schritt nach vorn und ein wichtiges Erfolgserlebnis für die Mädels", sagte Waibl. "Ich bin sehr zufrieden, wir haben unseren Game-Plan im Aufschlag hervorragend umgesetzt und auch sehr gut angenommen. " Ein besonderes Lob vom Trainer bekommen Lenka Dürr und Jennifer Janiska. "Natürlich funktioniert noch nicht alles konstant, in einigen Phasen sind uns im Angriff ein paar Fehler unterlaufen. Auf dieser Leistung können wir aber weiter aufbauen.“.

Auch die als Leistungsträger neu verpflichteten Spielerinnen kommen besser in Schwung. Die Schweizer Diagonalangreiferin Maja Storck, in der abgebrochenen Vorsaison Top-Scorerin der Bundesliga, erzielte 17 Punkte und wurde zur wertvollsten Spielerin des Ost-Duells gekürt. Nationalspielerin Jennifer Janiska, die vom Klubweltmeister Conegliano aus Italien an die Elbe wechselte, erwies sich nicht nur in der Annahme als sichere Bank, sondern steuerte auch zwölf Zähler bei. Dass die Wahl zur DSC-Kapitänin für diese Saison am Freitag auf Lena Stigrot fiel, hat bei der sehr athletischen Angreiferin zusätzliche Kräfte freigelegt. Der 25-jährigen gebürtigen Bayerin gelangen wie Storck 17 Punkte - und krachte den abschließenden Matchball ins Feld. 

Der Erfolg von Suhl schürt natürlich Hoffnungen für das erste Heimspiel. Das will der fünffache deutsche Meister am Samstag, 17.30 Uhr, gegen den USC Münster vor  - nach derzeitigem Stand zugelassenen - 990 Zuschauern in der Margon-Arena bestreiten. Allerdings drohen wegen der Corona-Pandemie jederzeit kurzfristige Absagen. Das hat sich an diesem Wochenende bereits gezeigt. Nachdem die Partien von Potsdam gegen Stuttgart sowie Straubing gegen Schwerin nicht stattfinden konnten, zogen Potsdam und Schwerin ihr für Februar geplantes Duell auf diesen Sonntag vor. 

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