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Dresden

Dresdner Museen erhalten Geld vom Bund

Die Einrichtungen sind durch den Lockdown schwer getroffen. Die Finanzspritze soll ihnen auch helfen, digitaler zu werden.

Im Dresdner Zwinger steht auch der Mathematisch-Physikalische Salon der Dresdner Kunstsammlungen.
Im Dresdner Zwinger steht auch der Mathematisch-Physikalische Salon der Dresdner Kunstsammlungen. © Robert Michael/dpa

Dresden/Berlin. Mehrere Dresdner Museen bekommen insgesamt fast 640.000 Euro im Rahmen eines 2020 neu aufgesetzten Förderprogramms des Bundes. Das hat jetzt die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters (CDU) bekanntgegeben.

Das Programm mit dem Namen "Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland" soll national bedeutenden Kultureinrichtungen und Institutionen Unterstützung bei Sanierung oder Neubauten bieten. Ein spezielles Augenmerk liege dabei auf Nachhaltigkeit, heißt es vonseiten der Bundesregierung.

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Dresdner Museen stellen auch online aus

Insgesamt werden dafür in diesem Jahr 34 Millionen Euro eingeplant. 2018 hatte die Bundesregierung beschlossen, das bisher auf die neuen Bundesländer beschränkte Förderprogramm "InvestOst" auf Gesamtdeutschland auszuweiten. In Dresden erhalten die Staatlichen Kunstsammlungen mit 561.500 Euro den größten Anteil des Fördergeldes. Unter anderem soll damit die weitere Wiedereinrichtung des Residenzschlosses finanziert werden.

Außerdem wird das Geld auch für die Überarbeitung des Online-Museum-Portals sachsens-museen-entdecken.de genutzt. Das sächsische Portal ist Teil der Plattform "Museum Digital" und arbeitet unter anderem mit der Deutschen Digitalen Bibliothek zusammen.

Viele Ausstellungsstücke aus den Dresdner Museen können schon jetzt über die Website gesucht und angesehen werden, dazu gibt es Begleittexte, die die Entstehung und den Hintergrund der Werke erklären.

Die Staatlichen Kunstsammlungen selbst haben ihr Online-Angebot seit Beginn der Corona-Krise stetig ausgebaut, auf der Internetseite kann der virtuelle Besucher aktuell über 250.000 Werke betrachten, von Canaletto bis Carl Gottlieb Peschel ist alles dabei.

CDU-Abgeordneter Lämmel: "Corona-Hilfen auch für Einzelpersonen"

Auch das Deutsche Hygiene Museum Dresden erhält eine Förderung in Höhe von 75.000 Euro. Damit kann nun die Beleuchtung modernisiert und neue digitale Technik eingebaut werden.

Grütters Parteikollege, der Dresdner CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lämmel, sieht in der Förderung ein gutes Zeichen. "Die Kunst- und Kulturszene wird vom zweiten Lockdown erneut hart getroffen, nicht nur in unserer Stadt. Es ist daher umso wichtiger, kulturelle Bundesprogramme wie geplant umzusetzen, um dringende Investitionen zu ermöglichen", so Lämmel.

Gleichzeitig fordert er, dass auch Einzelpersonen aus dem Kulturbereich flächendeckend Corona-Hilfen erhalten sollten, da auch viele Galeristen und Museumsbetreiber einzelne Kaufleute seien.

Die Corona-Krise hat die Kulturbranche in Dresden schwer getroffen. Seit knapp einem Jahr - mit kurzen Unterbrechungen im Sommer und Herbst - sind die Veranstaltungsstätten stillgelegt. Nur durch zähes Ringen konnten Grüne, CDU, Linke, SPD und FDP dann Ende 2020 im Stadtrat massive Kürzungen im Kulturbereich verhindern.

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Dann aber hatten AfD und Freie Wähler die Abstimmung blockiert und in die Stadtratssitzung am 28. Januar verschoben, in der nun über die Verteilung von Fördermitteln in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro entschieden wird.

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