Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dresden
Merken

Dresdner Hope-Gala: "Wir verändern Leben und nur das zählt"

Am 28. Oktober werden bei der Hope-Gala im Dresdner Schauspielhaus Spenden für notleidende Kinder in Südafrika gesammelt. Welche Details zum Event bereits bekannt sind und was die Tickets kosten.

Von Juliane Just
 4 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Viola Klein, Initiatorin der Hope-Gala, und Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiel Dresden, mit einer Theaterskulptur. Dieser kleine Elefant wird auf der Benefizveranstaltung in Dresden eine besondere Rolle spielen.
Viola Klein, Initiatorin der Hope-Gala, und Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiel Dresden, mit einer Theaterskulptur. Dieser kleine Elefant wird auf der Benefizveranstaltung in Dresden eine besondere Rolle spielen. © dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Es waren schwere Zeiten für Spenden. Die Corona-Pandemie machte Benefizveranstaltungen wie die Hope-Gala nahezu unmöglich, während sich die Lage für die Menschen in Südafrika weiter verschlechterte. Doch nach zwei Jahren Ausweich-Dinner und kleineren Veranstaltungen kehrt die Hope-Gala zurück ins Dresdner Schauspielhaus.

Seit 2006 sammeln die Organisatoren der Hope-Gala Spenden für das Kinderprojekt "Hope Cape Town" in Südafrika, das vom Dresdner Stefan Hippler ins Leben gerufen wurde. Der katholische Pfarrer hat vor 22 Jahren das Anti-Aids-Projekt gegründet, unterstützt damit betroffene Menschen, die Forschung und die Aufklärung in Sachen Aids. Über 2,3 Millionen Euro sind in den vergangenen Jahren von der Dresdner Hope Gala zusammengekommen.

Statt kleineren Charity-Dinnern sollen dieses Jahr wieder Glanz und Glamour im großen Stil ins Schauspielhaus einziehen. Viola Klein, Initiatorin der Spendengala, ist gerade erst von einer Kapstadt-Reise zurückgekommen und hat viele Ideen und Neuigkeiten im Gepäck. "Wir setzen auf Altbewährtes, aber auch Neues", sagt sie.

"Dresdner Kessel Buntes" führt quer durch Musik-Genres

Künstler geben an dem Abend von Klassik bis Rock einen Querschnitt verschiedener Genres zum Besten. Der "Dresdner Kessel Buntes" sei ein bewährtes Konzept, damit sich alle Gäste wohlfühlen. Welche Künstler für den Abend geplant sind, wird noch nicht im Detail verraten. Ein Show-Act ist jedoch schon bekannt: Das Dresdner Jugendsinfonie-Orchester des Heinrich-Schütz-Konservatoriums wird das Programm mitgestalten.

Erstmals in der Geschichte der Hope-Gala wird die Aftershowparty im Anschluss der Gala nicht ausgelagert, sondern findet ebenfalls im Schauspielhaus statt. Live-Musik und DJs werden dann in verschiedenen Lounges auflegen. Dabei treten alle Künstler, die an der Hope Gala beteiligt sind, ohne Gage auf.

Das Showprogramm der Gala wird exklusiv und nur für diesen Abend kreiert. Für das Schauspielhaus wird das ein Kraftakt, wie Intendant Joachim Klement verrät. "Für das Programm finden die Proben sehr verdichtet in sehr kurzer Zeit statt. Das ist der blanke Wahnsinn", sagt er. Da komme auch das Schauspielhaus an seine Grenzen, aber man wolle das Projekt unterstützen. "Wir haben als Theater auch eine soziale Verantwortung und deshalb unterstützen wir die Hope-Gala sehr gern."

Einstiegspreise für Tickets zur Dresdner Hope-Gala bei 250 Euro

Die diesjährigen Moderatoren sind Matthias Killing und Karen Heinrich aus dem Sat1-Frühstücksfernsehen. Sie hatten die Hope-Gala im Jahr 2019, die letzte vor der Corona-Zwangspause, moderiert.

Die Gala richtet sich an Unternehmer, Unterstützer und Mitmenschen, bei denen das Geld etwas lockerer sitzt. Der Einstiegspreis für die Karten liegt bei 250 Euro, die teuerste Kategorie bei 330 Euro. Doch Hilfe ist nicht nur mit Unsummen möglich, sondern mit jedem Euro, wie Viola Klein betont. Es gebe auch viele Unterstützer, die monatlich 5 Euro spenden. "Mit diesen 60 Euro können wir verdammt viel bewegen", sagt sie.

Mit Corona stieg die Anzahl HIV-positiver Kinder wieder

Und obwohl Viola Klein schon unzählige Mal in Südafrika war, sind die Eindrücke vor Ort immer schwer zu verdauen. "Viele kennen Kapstadt als wunderschöne Stadt, aber in den Townships rund um die Stadt sieht das Leben anders aus", sagt sie. In den Vierteln leben die Ärmsten der Armen. Mit der Corona-Pandemie stieg auch die Anzahl HIV-positiver Kinder wieder. In den Townships leben über 1,5 Millionen Aids-Waisen. Allein in Südafrika leben 8,2 Millionen Menschen, die mit HIV infiziert sind. "Es gibt noch viel zu tun."

War es anfangs Hauptanliegen von "Hope Cape Town", an Aids erkrankte Kinder mit Medikamenten zu versorgen und unmittelbar Leben zu retten, ist das Feld der Organisation heute größer. Gesundheitsvorsorge und Bildung sind die wichtigsten Eckpfeiler. Die Spendengelder fließen in die Finanzierung von Ärzten, Aus- und Weiterbildungen von Gesundheitsarbeitern, in die Arbeit von Sozialarbeitern und die Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort.

Sie werde oft gefragt, warum die "Hope-Familie", wie Viola Klein sie nennt, sich für Kinder in Südafrika einsetze. Afrika sei doch so weit weg. "Wenn wir nicht wollen, dass so viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen, müssen wir etwas tun", sagt die Vollblut-Engagierte. Natürlich sei das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. "Aber wir verändern Leben und nur das zählt."

Mehr Informationen und Tickets gibt es unter www.hopegala.de.