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Dresden

So wohnen Generationen

Die neue Dresdner Genossenschaft "null bis hundert" plant ein riesiges Wohnprojekt für Jung und Alt in Gemeinschaft und informiert über ihr Konzept.

Marion Kempe, Holger Stetzler und Annett Hartmann (v.l.) gehören seit der ersten Stunde zur heutigen Wohngenossenschaft "null bis hundert".
Marion Kempe, Holger Stetzler und Annett Hartmann (v.l.) gehören seit der ersten Stunde zur heutigen Wohngenossenschaft "null bis hundert". © Sven Ellger

Dresden. Es geht ihnen wie allen, doch sie eint etwas Besonderes: Jeder von ihnen wird alt werden, aber erleben wollen sie es anders als die allermeisten Menschen.

Weder für sich noch für seine Mutter wünschte sich Holger Stetzler einen Lebensabend in Einsamkeit – entweder zu Hause auf sich allein gestellt und unterstützt von einem ambulanten Pflegedienst, oder eben im Heim. Viel schöner und lebenswerter stellt es sich der Architekt vor, mit mehreren Generationen zusammenzuwohnen und einen Teil des Alltages miteinander zu verbringen. Dieser Gedanke war für ihn der Beginn eines großen Projektes.

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So wie Holger Stetzler denken auch seine Mitstreiter. Mit neun weiteren Mitgliedern gründete er im September des vergangenen Jahres die Genossenschaft „null bis hundert gG“ und wurde einer ihrer Vorstände. Viele Monate lang floss grundlegende Arbeit in das Projekt: Das Konzept wurde erarbeitet, die Raumplanung vorbereitet und das Finanzierungsmodel dargelegt.

Künftig sollen junge Familien, kinderlose Paare und jüngere Singles mit älteren Alleinstehenden und Paaren bis hin zur Pflegebedürftigkeit in drei altersabhängigen Hausgemeinschaften wohnen. Dafür soll ein großes Areal mit mehreren Gebäuden neu bebaut oder bereits vorhandene Immobilien entsprechend umgebaut werden. Nicht nur Wohnungen und Appartements wird es dort geben, sondern auch Gemeinschaftsräume und Räumlichkeiten für Dienstleister sowie Geschäfte. Dafür braucht die Genossenschaft ein Gelände von rund 5.000 bis 6.000 Quadratmetern Größe. Jeder Mieter wird Mitglied und zahlt Anteile für seinen Wohnraum.

Mitstreiter und Mieter sind nach wie vor gesucht. Deshalb laden die Gründer regelmäßig zu Treffen ein. Dabei informieren sie Interessenten über den Stand der Entwicklung des Mammutprojektes, das im ersten Moment beängstigend wirken kann, sich aber auf viele Köpfe, Schultern und Geldbeutel verteilt. Zudem hat ein großer Teil der Akteure bereits Erfahrung mit dem Bau eines Hauses, dem Kauf einer Wohnung oder mit der Planung eines Mehrgenerationenprojekts.

Die nächste Gelegenheit, sich genauer zu informieren, gibt es am 27. Oktober, 19.30 Uhr in Form eines Online-Meetings.

Anmeldungen sind auf der Website möglich oder telefonisch unter 01522-1819332

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