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Dresden

Social-Media-Aktion gegen Pegida

Am Montag ist eine Aktion in den sozialen Medien gestartet, in der jeder zeigen kann, was für ihn wichtig ist. So soll Pegida die Aufmerksamkeit genommen werden.

Mit diesem Hashtag hat sich das Deutsche Hygienemuseum am Montag  auf Twitter an der Aktion beteiligt.
Mit diesem Hashtag hat sich das Deutsche Hygienemuseum am Montag auf Twitter an der Aktion beteiligt. © Hygienemuseum

Dresden.  Unter dem Hashtag #WasWirklichWichtigIst läuft seit Montag eine Aktion in den sozialen Medien. Darin sollen Teilnehmer auf Twitter, Facebook und Instagram schreiben und mit Fotos zeigen, was sie gerade besonders bewegt. Es ist angelegt als eine Reaktion auf den Pegida-Geburtstag, der in dieser Woche mit mehreren Märschen in Dresden und der Umgebung gefeiert werden soll. 

"Wir möchten den kruden Thesen nicht wieder die mediale Berichterstattung überlassen", scheibt Gerhard Ehninger, der Vorsitzende der Cellex-Stiftung. Diese setzt sich neben Wissenschaft und Forschung insbesondere für Toleranz und Weltoffenheit ein und hat bereits mehrere große Veranstaltungen in Dresden gegen Hass und Hetze organisiert. 

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Ehninger, der viele Jahre als Professor für Innere Medizin an der Dresdner Uniklinik arbeitete und unter anderem die Deutsche Knochenmarkspenderdatei gegründet hat, wendet sich direkt an die Menschen: "Posten Sie in den sozialen Medien das, was Ihnen wichtig ist. Das können politische Dinge wie die Klimakrise, die Probleme im Umgang mit Corona oder das sein, was Sie sonst im Alltag bewegt. In der Summe wird es so vielfältig sein, wie eine pluralistische Gesellschaft nun mal ist."

Sein Aufruf zeigt bereits am Montagmorgen zahlreiche Reaktionen. "Ich bin lieber FÜR etwas, statt immer DAGEGEN. Lasst uns nie das miteinander Reden vergessen", schreibt ein Teilnehmer auf Twitter. 

"Streiten und trotzdem Mensch bleiben", schreibt eine andere Nutzerin des Dienstes. 

Das Deutsche Hygienemuseum Dresden schreibt: #WasWirklichWichtigIst: Wir haben in unseren Ausstellungen nachgesehen und einiges gefunden! Den Auftakt macht eine Vitrine in unserer Dauerausstellung "Abenteuer Mensch" zum Thema Bestattungsrituale. 

Die Dresdner Philharmonie hat bereits gestern an der Fassade des Kulturpalastes ein Banner "Würde ist kein Konjunktiv" und es über Facebook unter dem Hashtag verbreitet.  

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Die Aktion läuft fünf Tage, also bis zum Freitag. Wer in den sozialen Medien nicht aktiv ist, kann sein Statement auch über die Mailadresse [email protected] zur Veröffentlichung senden. 

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