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Dresden: Bahn-Streiks offiziell vorbei

Gewerkschaften und kommunale Arbeitgeber haben sich geeinigt. Das sind die Details.

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte unter anderem am 15. Oktober die rund 5000 Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr im Freistaat mit Beginn der Frühschicht zum Warnstreik aufgerufen.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte unter anderem am 15. Oktober die rund 5000 Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr im Freistaat mit Beginn der Frühschicht zum Warnstreik aufgerufen. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Dresden. Diesmal aber wirklich. Nach dem Konsens beim Tarifstreit im Öffentlichen Dienst ist nun auch nachträglich der Durchbruch im ÖPNV-Bereich gelungen. 

In der Nacht zu Mittwoch habe es eine Einigung geben, sagte der Verhandlungsführer der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Gerd Doepelhauer, am Mittwoch. Demnach gebe für Bus- und Bahnfahrer mehr Geld und mehr Urlaub, bei einer gleichzeitigen Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. 

Die rund 6500 Beschäftigte erhalten demnach eine Corona-Prämie in Höhe von 600 Euro sowie gestaffelt mehrere Lohnerhöhungen. Zudem wird die wöchentliche Arbeitszeit ab 2023 um eine auf 38 Stunden reduziert, bei vollem Lohnausgleich. 

Zudem erhalten die Beschäftigten vom kommenden Jahr einen Tag mehr Urlaub. Außerdem wird bei den Auszubildenden künftig ihre dreijährige Lehrzeit in der Gehaltstabelle angerechnet, wodurch sie schneller in höhere Entgeltstufen gelangen. Der Tarifvertrag gilt bis Ende 2023.

Damit sind weitere Streiks der DVB vorerst abgewendet. Die Streiktage im Oktober hatten bei vielen Dresdnern nicht nur Verständnis hervorgerufen, gerade weil durch die Corona-Krise vielerorts Kurzarbeit angesetzt ist. 

Laut Verdi waren die Arbeitgeber zunächst nicht bereit, die Corona-Prämie auch für Angestellte im ÖPNV-Sektor zu bezahlen. Deshalb musste bis Mitte der Woche nachverhandelt werden. (SZ/dkr mit dpa)

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