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Nach Vandalismus: Weihnachts-Teddy auf Dresdner Augustusmarkt leuchtet wieder

Der große lila Teddy ist seit vergangenem Jahr der markante Eingang zum Augustusmarkt in Dresden. Am Wochenende wurde er mit Gewalt beschädigt. Jetzt leuchtet der Teddy wieder.

Von Andreas Weller
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Der Riesenteddy am Augustusmarkt in Dresden leuchtet wieder.
Der Riesenteddy am Augustusmarkt in Dresden leuchtet wieder. © Sven Ellger

Dresden. Der Riesenteddy auf dem Augustusmarkt leuchtet seit Montagabend wieder. "Wir mussten zwar noch Ersatzteile aus Polen bestellen, aber der Teddy ist soweit wieder einsatzbereit", sagt Veranstalter Holger Zastrow. Er ist neben Matteo Böhme einer der Organisatoren des Weihnachtsmarktes an der Hauptstraße in Dresden.

In der Nacht zu Sonntag hatten angetrunkene Randalierer den Riesenteddy vom Augustusmarkt demoliert und ihm den Kopf abgerissen. Laut Zastrow ist dabei die Aufhängung, an dem der Kopf mit dem Rumpf des Teddys verbunden ist, gebrochen. Außerdem seien Kabel herausgerissen. Die Kosten schätzt Zastrow auf 2.000 Euro.

Mittlerweile leuchtet der Teddy zwar wieder, aber einzelne LEDs seien noch beschädigt. Zudem sei das Innenskelett des Teddy verbogen. "Damit wird der Transport des Teddys zur Herausforderung", so Zastrow.

Den Angriff auf den Teddy liegt für ihn "außerhalb der Tolerierung" und ist "asoziales Verhalten". Zastrow hofft, dass jemand die Täter auf dem Video erkennt und sich bei der Polizei meldet. "Wenn die Täter Ehre haben, melden sie sich selbst, bei einer Entschuldigung, könnte man sich auch einigen".

Die Konsequenzen sind für Zastrow klar: Mehr Kameras auf dem Markt und rund um die leuchtenden Aufsteller.

Die Täter waren laut Zastrow auch am Montagnachmittag noch nicht gefunden. Die polizeilichen Ermittlungen dauerten an.

So haben wir bisher berichtet:

Dresden. Zwei offensichtlich angetrunkene Männer ignorieren die Absperrung vor dem lila Bären am Augustusmarkt, klettern auf das Podest und schaukeln so stark am vier Meter hohen Glitzer-Teddy, dass dessen Kopf abfällt. Geschehen ist das in der Nacht zum Sonntag gegen 23 Uhr auf der Hauptstraße in Dresden.

Die Betreiber des Augustusmarktes sind stinksauer, weil es nicht die erste Attacke auf den Teddy ist - aber die brutalste. Aber: Sie haben Videomaterial und suchen Zeugen.

Für rund 20.000 Euro hat Matteo Böhme den Teddy für den Augustusmarkt angeschafft. Bereits im vergangenen Jahr gab es Übergriffe auf den glitzernden Bären. Vor der Eröffnung des Augustusmarktes in diesem Jahr musste der Teddy zur Reparatur in seine Heimat, nach Polen.

Für rund 8.000 Euro ist er gerade erst auf Vordermann gebracht worden, steht nun auf einem Podest und hat eigene Videoüberwachung, sowie extra Gewichte. Trotzdem gab es jetzt die nächste Attacke.

Auf einem Video ist zu sehen, dass zwei Männer und zwei Frauen sich länger im Bereich um den Bären aufhalten. Plötzlich steigen die beiden Männer - offenbar stark angetrunken - auf das Podest und rütteln am Teddy. Die gesamte Konstruktion gerät ins Wanken, die Männer schütteln den Bären so stark, dass plötzlich der Kopf abfällt und auf dem Gehweg landet.

Die Täter flüchten. "Offenbar hat ein Passant die Polizei gerufen", berichtet Böhme, denn die Beamten waren schon vor Ort, als der alarmierte Betreiber am Tatort ankommt. Die Beamten haben den Kopf bereits wieder auf den Körper gesetzt, aber die Beleuchtung geht nicht mehr.

"Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest", sagt Böhme. Vielleicht müsse sogar ein Spezialist aus Polen auf den Markt gerufen werden, um den Teddy zu reparieren. "Dieser Vandalismus ist unerträglich", sagt er. Die Dresdner Polizei hat den Fall übernommen, bisher wurden die Täter jedoch nicht gefunden. "Die Ermittlungen dauern an", erklärte ein Polizeisprecher auf Nachfrage.

Auf einem eigens aufgestellten Schild an dem geschundenen Großteddy versprach das Marktteam am Sonntagnachmittag schon mal die schnellstmögliche Wiedergenesung des Geköpften.