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Sport

Dresdner Shorttrackerin Anna Seidel auf Olympiakurs

Überraschung in Peking: Nach langer Verletzungspause schafft Shorttrackerin Anna Seidel die Teilnorm für die Spiele 2022. Vom Ausrichter ist sie begeistert.

Anna Seidel hat in Peking eine erfolgreiche Rückkehr aufs Eis gefeiert.
Anna Seidel hat in Peking eine erfolgreiche Rückkehr aufs Eis gefeiert. © Archiv: Ronald Bonß

Peking. Shorttrackerin Anna Seidel ist nach dem ersten Test in der Olympia-Anlage in Peking begeistert. "Die Halle ist nach den Olympischen Sommerspielen 2008 modernisiert worden, wir haben uns sehr wohl gefühlt. Das Eis war sehr gut", sagte die 23-jährige Dresdnerin, die am Wochenende ihr Comeback nach ihrem schweren Trainingsunfall vor der WM im März mit einem Schien- und Wadenbeinbruch gegeben hatte und mit Platz neun über 1.500 Meter auch die halbe Olympia-Norm schaffte. Ein Rang unter den Top Acht oder zweimal Ränge in den Top 16 sind dafür erforderlich. "Ich bin wirklich glücklich über die ersten Weltcup-Läufe", sagte Seidel.

Verwarnung für Dresdner Teamgefährten Seidels

Über 1.000 Meter lief es im Vorlauf nicht so gut, doch mit dem Sieg in den Ranking-Finals unterstrich sie beim Streckenerfolg von Olympiasiegerin Suzanne Schulting aus den Niederlanden ihre gute Form. "Nun bin ich voller Motivation und gespannt, wie schnell ich meine Leistung hoffentlich weiter steigern kann, um bald wieder nah an meinem Niveau von letzter Saison zu sein", fügte Seidel hinzu.

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Ihr Dresdner Teamgefährte Christoph Schubert war am Sonntag über 1.000 Meter gleichfalls in das B-Finale gestürmt, erlebte dort aber eine große Enttäuschung. Wegen gefährlicher Fahrweise wurde der 27-Jährige mit der Gelben Karte bestraft und ans Ende des kompletten Feldes auf Platz 83 eingestuft. Seine guten Leistungen im Viertel- und Halbfinale konnte dies aber nicht schmälern. Der Sieg ging an den Südkoreaner Hwang Daeheon.

"Ein rundum gelungenes Event"

Auch die Organisation an der traditionsreichen Wettkampfstätte habe reibungslos funktioniert. "Überall waren Leute, die man fragen konnte und die einem geholfen haben", sagte Seidel. "Es war alles in allem ein rundum gelungenes Event, und man hat sich absolut sicher gefühlt." Bei den Winterspielen werden in der Halle neben dem Shorttrack auch die Entscheidungen im Eiskunstlauf fallen.

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Das bereits 1968 gebaute Hauptstadt-Hallenstadion war bei den Spielen 2008 Austragungsort des olympischen Volleyball-Turniers. 1971 wurden in der Halle Tischtennisspiele zwischen China und den USA im Rahmen der so genannten Ping-Pong-Diplomatie ausgetragen. 2004 war die Arena Austragungsort des ersten NBA-Basketballspiels in China. (dpa)

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