merken
Dynamo

Dynamo will gegen Abstieg klagen

Klassenerhalt am grünen Tisch? Den Gang in die 3. Liga will Dynamo nicht kampflos hinnehmen. Sportgeschäftsführer Ralf Becker kündigt rechtliche Schritte an.

Der Abstieg in die 3. Liga war auch für Marco Hartmann sehr enttäuschend. Doch der Verein hat nun angekündigt gegen den Gang in die 3. Liga zu klagen.
Der Abstieg in die 3. Liga war auch für Marco Hartmann sehr enttäuschend. Doch der Verein hat nun angekündigt gegen den Gang in die 3. Liga zu klagen. © dpa/Uwe Anspach

Dresden. Dynamo Dresden hofft nach dem sportlichen Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga weiter auf den Klassenerhalt am grünen Tisch. Die Sachsen lassen von einer Anwaltskanzlei prüfen, ob die Abstiegsregelung in der abgelaufenen Saison ausgesetzt werden könnte oder ob der Sportgemeinschaft aufgrund ihres Wettbewerbsnachteils zumindest Schadensersatzzahlungen zusteht. Dies bestätigte Geschäftsführer Ralf Becker der Sport Bild.

Eine Aussetzung des Abstiegs wäre aus seiner Sicht nicht nur die gerechteste Lösung, sondern "als "solidarische Botschaft" auch ein "großer Imagegewinn" für die Deutsche Fußball Liga (DFL). "Das würde zeigen, dass sich alle Vereine zu Recht für eine Saisonfortsetzung ohne egoistische Überlegungen ausgesprochen haben", sagte Becker in der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe des Blattes.

Anzeige
Ferientipps für Sachsen
Ferientipps für Sachsen

Da ist sie, die schönste Zeit des Jahres - die Sommerferien! Wir haben die Freizeittipps für Familienausflüge in Sachsen und Umgebung.

Weiterführende Artikel

"Es wird keine Kündigungen geben"

"Es wird keine Kündigungen geben"

Geschäftsführer Michael Born erklärt, wie Dynamo Dresden die 3. Liga plant, warum trotz Abstieg ein Gewinn rausspringt und wieso die Stadionmiete sinkt.

Anwälte geben Dynamo vor Gericht keine Chancen

Anwälte geben Dynamo vor Gericht keine Chancen

Der Absteiger prüft juristische Schritte. Doch ein Einspruch kommt wohl zu spät. Selbst der Trainer glaubt nicht an einen nachträglichen Klassenerhalt.

Dresden musste nach einer deutlich kürzeren Vorbereitungszeit binnen 27 Tagen neun Spiele bestreiten, weil die Mannschaft kurz vor dem Neustart wegen positiver Coronatests in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden war. "Mit mehr Mannschaften in der Liga würden in mehr Spielen mehr Einnahmen generiert. Damit könnten Corona-Einbußen abgemildert werden", sieht der 49-Jährige in einer Aussetzung des Abstiegs positive Aspekte für alle Beteiligten. (sid)

Dynamo Dresden steht vor dem nächsten Neuanfang. Was jetzt wichtig ist - kompakt jeden Donnerstagabend im Newsletter SCHWARZ-GELB. Jetzt hier kostenlos anmelden.

Mehr zum Thema Dynamo