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Es gibt keine Halle für große Sportevents

Das Wasserball-Länderspiel zeigt: In Dresden leben viele Menschen, die Spitzensport vor der Haustür sehen wollen. Das Angebot ist jedoch alles andere als üppig.  

Von Daniel Klein
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© Robert Michael/Montage: SZ-Bildstelle

Es waren nicht 20 000, noch nicht einmal 2 000, die zum Wasserball-Länderspiel in Dresden kamen. Dass die Halle ausverkauft war und das lange im voraus, ist dennoch mehr als erstaunlich. Zumal es vor einem Jahr genauso war. Wasserball ist deutschlandweit ein Nischensport, über den selten berichtet wird. Man kennt die Nationalspieler nicht, die Regeln zumindest nicht im Detail. Was also zieht die Leute in die Halle? Und das in einer Stadt, in der der beste Wasserball-Verein nur zweitklassig ist? 

Ein Länderspiel gegen den Rekord-Olympiasieger Ungarn ist Spitzensport, beste Unterhaltung, und wenn es gut läuft, es lief gut, auch noch Spannung bis zur letzten Sekunde. Offensichtlich wollen das Menschen in Dresden und der Region sehen. Im Businessdeutsch würde man sagen: Es gibt dafür einen Markt. Und warum ist das so? Länderspiele sind in Dresden nicht gerade ein Massenphänomen, deshalb nimmt man die wenigen Angebote dankbar an. Und dass in der Stadt sportbegeisterte Menschen leben, ist seit langem bekannt. Zu DDR-Zeiten strömten Zehntausende zu den Leichtathletik-Wettkämpfen.

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Vereine, Verbände und die Stadt dürften also durchaus mutiger sein, wenn Ausrichter von Sportevents gesucht werden. Ausgebremst werden sie aber oft wegen der  Sportstätten. Es gibt kaum welche, die internationalen Ansprüchen genügen. Was fehlt, ist vor allem eine Multifunktionshalle. Länderspiele im Handball, Basketball, Volleyball - wäre alles möglich. Genauso wie Rock- und Popkonzerte. Dafür gäbe es ganz sicher einen Markt.

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Die Wasserballer müssten allerdings in der Schwimmhalle bleiben. Die platzt zwar aus allen Nähten, wenn das Nationalteam kommt, zu wenige Zuschauerplätze wurden dennoch nicht gebaut. Zur Wahrheit gehört nämlich auch: Ein Wasserball-Länderspiel ist maximal einmal pro Jahr. An den restlichen Tagen sind die Traversen leer.