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Augusto

Schon mal von Monsoon Malabar gehört?

Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. So konsumieren die Bundesbürger im Durchschnitt 162 Liter Kaffee pro Kopf im Jahr.

© Kaffee-Blüte – Bildquelle: Bishnu Sarangi / pixaba

Die Kaffeebohne hat es damit zu einem echten Kultstatus geschafft. Jedes Jahr kommen neue Kaffeesorten und Bohnenmischungen auf den Markt.

Eine davon ist der Monsoon Malabar aus Indien. Eine der Besonderheiten dieses Kaffee ist die handwerkliche Röstkunst, die aus dem Rohkaffee ein besonderes Getränk macht. Die Röstmeister arbeiten mit schonenden Trommelröstungen unter niedrigen Temperaturen. In einer Röstdauer von 20 Minuten nehmen die Kaffeebohnen die gewünschten Aromen auf. Es geht in erster Linie darum, die einzelnen Röstprofile fein aufeinander abzustimmen, um die Schadstoffe langsam herab zu setzen. Der Kaffee geht nicht aus industrieller Produktion hervor. Der Monsoon Malabar entsteht noch in echter Handarbeit. Der individuelle Geschmack geht mit einer festen Temperaturkurve einher, um optimale Ergebnisse zu erreichen.

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Der Distrikt Malabar liegt im Südwesten Indiens und hat diesem Kaffee seinen Namen gegeben. Im Bundesstaat Karnataka findet mehr als 60 % der indischen Kaffeeproduktion statt. Eine der wesentlichen klimatischen Bedingungen geht von dem indischen Monsun aus. Er bestimmt die Farbe, das Gewicht und das Aroma der Kaffeebohnen und ist für den säurearmen und weichen Geschmack verantwortlich. Heute gibt es viele Legenden, die sich um die Herkunft und den Weg des Kaffees nach Indien ranken. Besonders verbreitet es die Legende, dass der Kaffee über den Pilger Baba Budan auf einer Reise im 17. Jahrhundert von Mekka nach Indien kam. Der Pilger stahl auf der arabischen Halbinsel sieben Kaffeesamen und brachte sie nach Indien, wo er sie anpflanzte. Heute ist noch einer der bedeutendsten Anbauflächen in Indien nach dieser Legende benannt: Babadurangiri.

© Kaffee-Plantage - Bildquelle: Bishnu Sarangi / pix

Das Besondere in Indien ist die spezielle Aufbereitung der Kaffeebohnen, die es so nirgendwo auf der Welt gibt. So setzen die Kaffeebauern die abgelagerten Kaffeebohnen in speziellen Lageranlagen den äußeren Einflüssen des Monsuns aus. Die Bohnen reifen so bei der hohen Luftfeuchtigkeit weiter. Danach verpacken die Bauern die Arabica-Bohnen in Säcken, um sie nach der Lagerzeit von Hand zu verlesen.

Die Ursache für die besondere Vorbereitung liegt in Indiens Geschichte. Einst wurde der Kaffee mit den Segelschiffen auf dem Wasserweg transportiert und konnte auf der langen Reise reifen. Die europäische Kundschaft hat fand in diesem Kaffee besonderen Gefallen. Doch mit der einsetzenden Industrialisierung verkürzten sich die Handels- und Lieferwege und die Bohnen verloren ihr besonderes Aroma aufgrund der zu kurzen Reifezeit. Um das besondere Geschmacksprofil wieder zu erreichen, haben die Inder besondere Lagerhallen gebaut. Die Aufbereitung erfolgt entweder nass, halbtrocken und trocken. Der Kaffee entwickelt nach der nassen Reifung eine feine Fruchtsäure und komplexe Zitrusnoten. Bei der halbtrockenen Aufbereitung entwickelt sich eine ausgeprägte Süße, was gerade den Spezialitäten gut zu Gesicht steht. Durch die langsame Trocknung der Bohnen prägt sich diese Süße noch einmal deutlicher aus und die Kaffeebohnen entwickeln viel Körper. Auf diese Weise entstehen die intensiven Aromen, die sich mittlerweile auf der ganzen Welt eine sehr hohe Nachfrage erfreuen.

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Hannes Schulz

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