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Altweinhübel hat jetzt einen Blumenladen

Nicole Grzybek aus Forst ist seit vielen Jahren Floristin in Görlitz. Jetzt hat sie ein eigenes Geschäft eröffnet, in dem sie auf Natur setzt und auf Plastik verzichtet.

Floristin Nicole Grzybek in ihrem kleinen Blumenladen auf der Seidenberger Straße in Görlitz-Weinhübel.
Floristin Nicole Grzybek in ihrem kleinen Blumenladen auf der Seidenberger Straße in Görlitz-Weinhübel. © Paul Glaser

Im Wald, auf Wiesen und an Wegesrändern findet Nicole Grzybek so allerhand: Baumrinde, die in ein Gesteck passen könnte, Tannenzapfen, die bald einen Weihnachtsschmuck ergeben könnten, Stöckchen, aus denen sich ein Tischschmuck herstellen lässt. Mit Fantasie ist alles möglich.

Neu am Dorfanger

"Ich liebe die Natur, besonders den Wald", sagt die 38-jährige Floristin. "Aus dem, was man dort findet, und frischen Blumen lässt sich so viel machen." Damit hat Nicole Grzybek schon in den Läden, in denen sie bisher arbeitete, Menschen überzeugt und als Kunden gewonnen. Viele von ihnen sind ihr vom Blumengeschäft am Weinhübler Kaufland bis nach Markersdorf - und jetzt nach Altweinhübel in die Seidenberger Straße - gefolgt. Hier, gleich am Dorfanger, hat Nicole Grzybek im September einen kleinen Blumenladen eröffnet.

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Seit 2003, als sie der Liebe wegen von Forst nach Görlitz zog, war sie in verschiedenen Geschäften angestellt. "Doch ich wollte schon lange meinen eigenen Laden haben", sagt sie, "um wirklich nur das verkaufen zu können, was mir selbst gefällt und auch alles so einzurichten."

Folie kommt nicht infrage

Plastik, Kunstblumen oder moderne Möbel wird man bei ihr nicht finden. "Auch Folie oder farbig besprühte Blüten lehne ich ab." Die Schränkchen sind aus Holz, ihrem Verkaufstresen ist der Baum noch anzusehen, aus dem ihre Nachbarn die Platte für sie gesägt haben. Und als Infektionsschutzscheibe dient ihr ein früherer Fensterflügel.

In Altweinhübel habe sie sich sehr bald nach ihrem Umzug nach Görlitz verliebt, sagt Nicole Grzybek. Gar nicht so sehr in die Innen- oder Altstadt, eher in diesen kleinen dörflichen Teil im Süden von Görlitz. "Es erinnert mich so an zu Hause", sagt die Floristin. In Keune zwischen Forst und Bademeusel ist sie aufgewachsen. Auch dort war die Neiße mit ihren Auen in nächster Nähe und der Wald vergleichbar mit den Nieskyer Wäldern, in die Nicole Grzybek häufig fährt.

Am Totensonntag geöffnet

In Altweinhübel habe es schon lange keinen Blumenladen mehr gegeben, sagt sie. Deshalb habe sich die Interessensgemeinschaft Dorfanger über die Bereicherung des historischen Dorfkerns gefreut. Auch sei der Laden gar nicht so abgelegen, wie man denken könnte. Auf dem benachbarten Hof, der Obst annimmt und Neubert-Saft verkauft, sei öfter Betrieb. Und wer den Friedhof der Auferstehungskirche besucht, komme direkt an ihrem Blumenladen vorbei.

Am bevorstehenden Wochenende des Ewigkeitssonntags wird Nicole Grzybek ihn an beiden Tagen jeweils vor- und nachmittags ein paar Stunden öffnen.

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