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Polen verlängert Lockdown

Die Infektionszahlen haben sich zwar etwas entspannt, nicht aber die Lage an den Kliniken. Auch in Zgorzelec wurde aufgerüstet.

Der kleine Grenzverkehr ist weiter stark eingeschränkt.
Der kleine Grenzverkehr ist weiter stark eingeschränkt. © Danilo Dittrich

Nach den extrem hohen Infektionszahlen Ende März und Anfang April entspannt sich die Lage leicht in Polen. Deshalb gibt es einzelne Lockerungen. Nach wie vor sind aber die Klinikbetten und Beatmungsgeräte für Covid-Patienten stark ausgelastet. Deshalb werden die meisten anderen Beschränkungen des Lockdowns verlängert.

An den Regelungen zum Grenzübertritt ändert sich nichts. Polen gilt seit 21. März als Hochinzidenzgebiet. Das bedeutet zum Beispiel, dass eine Einreise nach Sachsen nur mit Negativ-Testergebnis möglich ist, Berufspendler zweimal wöchentlich einen Test machen müssen.

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Gelockert wird bei den Kitas und den Krippen. Sie können ab dem kommenden Montag wieder öffnen. Ab dann ist mit begrenzter Personenzahl auch Sport in Außenanlagen möglich. Verlängert werden bis mindestens 25. April die meisten anderen Beschränkungen des Lockdowns, die weitgehende Schließung der Hotels soll bis 3. Mai gelten. Das ist für die Polen besonders hart, weil der 3. Mai Feiertag ist und damit das erste Mai-Wochenende ein verlängertes Wochenende. Das nutzten die Einwohner des Nachbarlandes traditionell in der Vergangenheit für eine Reise im Land.

Der Lockdown in Polen gilt seit dem 29. März und wurde vor einer Woche bereits verlängert.

Ende März und Anfang April hatten die Neuinfektionen in Polen Höchstzahlen erreicht. Am 1. April registrierte Polen etwa über 35.200 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Aktuell hat sich die Lage etwas entspannt, am Mittwoch meldete Polen über 21.200 Neuinfektionen. Allerdings sei die Belegung in den Krankenhäuern weiter angespannt, teilt das polnische Gesundheitsministerium mit. So seien aktuell über 75 Prozent der Betten für Covid-Patienten belegt und 79 Prozent der Beatmungsgeräte.

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Aufgerüstet wurde auch die Coronastation im Zgorzelecer Krankenhaus, wo jetzt 56 Betten für Coronapatienten zur Verfügung stehen. Im Kreis Zgorzelec wurden am Mittwoch 46 Neuinfizierungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Anders als etwa die Region um Lodz zum Beispiel ist der Kreis Zgorzelec weniger stark betroffen. Dem Onlineportal Zinfo zufolge wurden hier bislang 14.709 Impfungen gegen das Virus vorgenommen. Täglich werden momentan rund 300 Personen geimpft. Bereits die zweite Impfung haben bislang 4.813 Menschen erhalten. Wie die Stadt Zgorzelec auf ihrer Facebookseite mitteilt, soll außerdem die Turow-Arena als Impfentrum genutzt werden.

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