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Stadtwerke halten die meisten Preise konstant

Die Grund- und Arbeitspreise von Trink- und Schmutzwasser in Görlitz bleiben stabil, die Gaspreise ebenso. Doch zwei Veränderungen gibt es.

Die Trinkwasserpreise in Görlitz bleiben in den nächsten drei Jahren konstant.
Die Trinkwasserpreise in Görlitz bleiben in den nächsten drei Jahren konstant. © dpa-Zentralbild

Der Tagesordnungspunkt 4.2 der Görlitzer Stadtratssitzung an diesem Donnerstag lässt Fragen offen. „Zustimmung zu den Tarifen der Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung der Stadtwerke Görlitz AG für die Jahre 2021 bis 2023“ heißt es dort in feinstem Behördendeutsch. Doch was bedeutet das? Steigen die Preise drastisch? Oder nur ein kleines bisschen?

Sascha Caron, Vertriebsleiter der Stadtwerke, kann beruhigen: „Für die Kalkulationsperiode 2021 bis 2023 kommt es zu keiner Erhöhung der Grund- und Arbeitspreise im Trink- und Schmutzwasser.“ Oder anders gesagt: „Die Görlitzer werden auch in den nächsten drei Jahren stabile Trink- und Schmutzwasserpreise haben.“

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Niederschlagswasserpreis steigt

Eine Preissteigerung gibt es aber trotzdem: Das Entgelt für Niederschlagswasser erhöht sich um sechs Cent pro Quadratmeter. Grund dafür sind nach Aussage von Caron anstehende Investitionen im 173 Kilometer langen Görlitzer Regenwassernetz. Die Stadtwerke rechnen dabei mit Gesamtkosten von 2,5 Millionen Euro. Dazu gehören unter anderem die Sanierung des Pontekanals sowie der Kanäle auf der Emmerichstraße, Reichertstraße, Jochmannstraße und in Altweinhübel.

„Zudem unterliegen Instandhaltungsaufwendungen sowie Investitionsmaßnahmen stetig steigendem Kostendruck“, erklärt der Vertriebsleiter. So seien beispielsweise die Kosten für Tiefbauleistungen in den vergangenen zwei Jahren um über zehn Prozent gestiegen. Vergleiche man die Entgelte für Niederschlagswasser sachsenweit, so würden die Stadtwerke Görlitz aber auch nach der Preiserhöhung deutlich unter dem Durchschnitt liegen.

Die Strompreise sinken

Doch im Gegenzug gibt es für Stadtwerke-Kunden auch eine gute Nachricht: Die Strompreise sinken. Die Stadtwerke geben die Veränderung der gesetzlichen Umlagen entsprechend ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Strom-Lieferverträge zum 1. Januar 2021 an ihre Kunden weiter. „Das betrifft maßgeblich die Senkung der EEG-Umlage“, erläutert Caron. EEG steht für Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das sind die Kosten, die aus der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen entstehen.

Die Mehrkosten durch die staatlich regulierten Netzentgelte sowie die KWK-Umlage können laut Caron hingegen durch die günstige Beschaffung am Energiemarkt ausgeglichen werden. In Summe komme es bei allen Strom-Lieferverträgen im Netz der Stadtwerke Görlitz zu einer Senkung des Arbeitspreises um 0,24 Cent pro Kilowattstunde brutto.

Die Gaspreise bleiben stabil

Und schließlich sind da noch die Gaspreise. Sie bleiben im Netz der Gasversorgung Görlitz GmbH stabil, erläutert Caron: „Und das trotz der Einführung einer neuen gesetzlichen Belastung („CO2-Steuer/Umlage“) durch die Bundesregierung zum 1. Januar 2021.“ Durch ihre optimale Beschaffungsstrategie könne die Gasversorgung Görlitz die Mehrkosten für das neu erlassene Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) kompensieren und für die Endverbraucher der Görlitzer Gasversorgung komme es zu keiner Erhöhung der Gaspreise im Jahr 2021.

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