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Lärmschutz an der Bahnstrecke kommt

Von Juni bis Mitte August wird die Deutsche Bahn endlich die fehlenden Schallschutzwände an der Dresden-Elsterwerdaer Bahnstrecke ergänzen.

An der Merschwitzer Straße in Großenhain ist die Schallschutzwand noch nicht komplett.
An der Merschwitzer Straße in Großenhain ist die Schallschutzwand noch nicht komplett. © Kristin Richter

Großenhain. Der Lückenschluss für den Schallschutz an der Bahnstrecke in Zschieschen - er kommt endlich. Wie Bürgermeister Tilo Hönicke im Stadtrat am Mittwoch verkünden konnte, lässt die Deutsche Bahn die fehlenden Wände an der Strecke vom 31. Mai bis 16. August aufstellen. Die Wände wurden tatsächlich beim Streckenausbau vergessen.

Diese offenen Probleme des ersten Bauabschnitts im Bereich Großenhain machte die Stadt zur Vorbedingung, um über den weiteren Bahnausbau der Strecke Richtung Berlin mit der Bahn AG zu sprechen. Die Großenhainer Bürgerinitiative gegen Bahnlärm hatte die "Lärmschutz-Lücke" im Bereich der Florian-Geyer-Straße in Zschieschen immer wieder angemahnt. Die Planung der Bahn hatte es seinerzeit versäumt, die rund 370 Meter Lärmschutzwände zu bauen. Daraufhin schlossen sich Anwohner zur Bürgerinitiative zusammen und forderten von der Deutschen Bahn sowie in einer Petition an den Bundestag umgehend Schallschutzmaßnahmen für ihre Siedlung.

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So musste im Februar 2019 ein weiterer Planfeststellungsbeschluss für die Lärmschutzwanderweiterung erteilt werden.

Die Linkspartei um Harald Kühne von der BI äußert sich zur Entscheidung positiv. "Es hat lange gedauert und die Bürgerinitiative gegen Bahnlärm in Zschieschen brauchte einen langen Atem. Jahre sind vergangen, bis Bürgermeister Hönicke verkünden konnte, dass die Lücke in der Lärmschutzwand an den Merschwitzer Straße/Florian-Geyer-Weg nun endgültig geschlossen wird." Der Erfolg habe mehrere Väter. Stadtverwaltung und Bürgerinitiative hätten gut zusammengearbeitet.

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Im November 2012 gab es die ersten Beratungen. Es ging erst um die Lärmschutzwand generell und dann um die „vergessene“ Lücke. Viele Gespräche folgten, Lärmmessungen. Leserbriefe, Flugblattaktionen, eine Eilpetition an den Bundestag, Kontakte mit weiteren Bürgerinitiativen, MdB André Hahn (Die Linke) sprach dazu im Bundestag, Kerstin Lauterbach unterstützte die Initiative im Landtag, der MDR und die SZ schalteten sich ein. Und schließlich sprach die BI mit der Bahn. "Es wird wieder Mal deutlich, dass es sich lohnt, nicht so schnell aufzugeben", resümiert Harald Kühne.

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