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Großenhain

Was Archäologen fanden und Straßenbauer umsetzen

Noch einmal sind die Grabungen an der Meißner Straße in Großenhain Thema eines Vortrages. Der Bogen wird aber noch zu weiteren neuen Erkenntnissen geschlagen.

Bei den archäologischen Ausgrabungen an der Meißner Straße in Großenhain wurden die mittelalterliche Stadtmauer und eine Zwingermauer freigelegt.
Bei den archäologischen Ausgrabungen an der Meißner Straße in Großenhain wurden die mittelalterliche Stadtmauer und eine Zwingermauer freigelegt. © Norbert Millauer

Großenhain. Bis Jahresende wird das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasub) eine Prüfung für einen künftigen Kreisverkehr an der Kreuzung Beethovenallee/Meißner Straße/Mozartallee durchführen. Ergebnisse würden dann im Technischen Ausschuss (TA) des Stadtrates vorgestellt. Das sagte Baubürgermeister Tilo Hönicke jetzt im TA. Thema waren die archäologischen Ausgrabungen an der Stelle des künftigen Polizeireviers. Es soll an diesem Platz, der dem Freistaat gehört, gebaut werden. Ein Freilichtmuseum zur freigelegten Stadtmauer und vor allem der Zwingermauer sei deshalb nicht durchsetzbar gewesen, so Hönicke, weil man sonst eine andere Fläche für die Polizei hätte suchen müssen.

Diese Ausgrabungen am ehemaligen Sachsenhof haben zu Jahresende 2020 die öffentliche Aufmerksamkeit stark auf die Archäologie gelenkt. Aber auch beim Bau der Gastrasse und anderen Baumaßnahmen sind regelmäßig Archäologen vor Ort, um historische Spuren vergangener Jahrtausende zu sichern. Deshalb wird Patricia van der Burgt, die Gebietsreferentin des Landesamts für Archäologie Sachsen, noch einmal öffentlich in Großenhain sprechen. Sie hatte die Ergebnisse der Sachsenhof-Grabungen im TA bereits öffentlich vorgestellt. Nun soll es im Museum Alte Lateinschule noch einmal um die bedeutsamen stadtarchäologischen Grabungen am Meißner Tor 2020 bis 2021 gehen.

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Dort konnten gut erhaltene Reste der Stadtbefestigung freigelegt werden. Die Funde, vor allem Keramik, reichen vom späten Mittelalter bis in die Neuzeit. Der Vortrag ist der Auftakt zur „Preusker lecture“, mit der in diesem Jahr in Großenhain an Karl Preuskers Wirken für die Archäologie und die Volksbildung erinnert wird. (SZ/krü)

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Es gelten begrenzte Teilnehmerzahl und Hygieneregeln. Für den Besuch ist der Nachweis einer Impfung, Genesung oder ein tagesaktueller negativer Corona-Tests nötig (3 G). Anmeldung unter 03522 304174, 5. Oktober, 18 Uhr, Museum, Eintritt 2 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.

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