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Kamenz

Volkshochschule: Hoffnung auf Öffnung

Seit vier Monaten finden im Kreis Bautzen keine Volkshochschulkurse statt. Man wünscht sich Lockerungen, denn digitale Angebote sein schwierig.

Die Regionalstelle der Volkshochschule Bautzen ist seit vier Monaten coronabedingt geschlossen. Ob es nach den Osterfreien weitergeht, ist fraglich.
Die Regionalstelle der Volkshochschule Bautzen ist seit vier Monaten coronabedingt geschlossen. Ob es nach den Osterfreien weitergeht, ist fraglich. © Ina Förster

Kamenz. Still ist es in den Räumen der Kreisvolkshochschule (VHS) in Kamenz. Diese bedrückende Stille hört sich für alle Sprachen gleich an. Seit 1. November 2020 haben die sonst gut frequentierten Sporträume keinen Schweißtropfen mehr gesehen hat. Der Brennofen für die Kunstwerke der Keramikfreunde bleibt kalt.

„Und nach den letzten Aussagen unseres Ministerpräsidenten wird das wohl auch leider bis nach den Osterfreien so bleiben“, sagt Petra Schönbach traurig. Dabei hatte die Fachbereichsleiterin Kultur/Gesundheit in der Regionalstelle Kamenz schon Hoffnung, dass die Volkshochschulen im März wieder öffnen dürfen.

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Nun noch bis nach den Osterferien warten?

Auch die anderen Fachbereichsleiter sowie die Kursleiter und Teilnehmer würden sehnsüchtig auf die Erlaubnis zur Wiedereröffnung für den Präsenzunterricht warten. „Man will sich wiedersehen, das gemeinsame Erlebnis genießen, sich wieder real austauschen, gegenseitig inspirieren“, sagt Petra Schönbach. Und vielleicht auch einfach mal wieder die digitale Technik abschalten.

Vier Monate sind die Tore der VHS nun schon geschlossen. „Wir sind von den Entscheidungen des Kultusministeriums abhängig. Und das von denen der Bundes- und Landesregierung. Wie es jetzt aussieht, müssen wir alle wahrscheinlich noch bis zum 12. April geduldig bleiben. Das ist nicht immer leicht, zu vermitteln“, sagt Petra Schönbach weiter.

Man bekomme täglich Anrufe von Kursteilnehmern, die endlich mit Kursen starten möchten. „Das deprimiert uns“, sagt die Fachbereichsleitein weiter. Ein bisschen fühle man sich wie „das letzte Rad am Wagen“. Der Unterricht ist nicht lebensnotwendig und deshalb nicht so relevant, wie man es sich wünscht.

Kleine Online-Angebote laufen trotzdem

Ihn über Onlinekurse abzudecken, sei an einer Volkshochschule schwierig. Da spielt das Alter der Schülerinnen und Schüler eine Rolle. „Nicht alle haben die Möglichkeiten und technischen Voraussetzungen daheim“, weiß Petra Schönbach. Trotzdem möchte keiner stehenbleiben. Deshalb gibt es mittlerweile eine kleine Auswahl an Online-Angeboten, wie den Kurs „Basenfasten“, der am 11. März startet.

„Hier können sich Kursteilnehmer über die Cloud der VHS Bautzen einwählen. Wir wissen, dass es künftig mehr solcher Angebote geben muss. Denn viele haben sich in dem langen Zeitraum zu Hause umorientiert.“

Zurzeit werden für den Gesundheitsbereich Videoclips gedreht, die auf der Homepage erscheinen - zum Beispiel zu Schulter-Nacken-Verspannungen und Atemübungen. Auch ein Malerei-Clip ist in Arbeit. Und die Hoffnung aufs Frühjahrssemester bleibt.„Wir sind noch immer da“, so Petra Schönbach.

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